Der Text enthält Zeichen

Nachdem ein Versuch den folgenden Kommentar bei der LR-Webseite abzugeben fehlschlug, benutze ich einfach meinen eigenen Blog. Wie die LR-Webseite korrekt feststellte, enthielt mein Kommentar Zeichen, ja sogar ganze Worte 😯

Kommentar abgeben schlägt fehl ...

Es ist drollig zu lesen wie hier die offensichtlichen Gegensätze “geräumter Straßen” und “das Breitfahren” des (geräumten?) Schnees in einen Artikel gegossen wurde, der die Autofahrer genauso ratlos zurückläßt wie vor dem Lesen. Die Autofahrer sind also schuld: einerseits an dem breitgefahrenen Schnee und andererseits an den Verspätungen im ÖNV. Sehr bequem.

Auch nicht sonderlich investigativ, oder?

Mich würde bspw. interessieren wann man denn so unterwegs sein muß um ein Räumfahrzeug zu beobachten. Des Nachts zwischen 0:00 und 1:00 ist schonmal nicht genug. Obwohl doch lt. Artikel gerade dann Hochsaison sein müßte. Zumindest ist mir bei einer Fahrt aus der Innenstadt (über die August-Bebel und Euloer) nach Noßdorf und von dort (über den Kreisverkehr) nach Keune kein Räumfahrzeug begegnet. Dafür hatte ich sowohl gestern als auch in der Nacht und am heutigen Tage meine liebe Müh das Auto an der blankpolierten Kreuzung Skurumer/Triebeler auf der Skurumer Straße zum Stehen zu bringen und danach wieder anzufahren.

Zugegeben, es liegt viel Schnee und das ist ein Problem. Aber dann sollte man sich vielleicht nicht in Schuldzuweisungen üben wie es Herr Obst und Herr Heym tun. Eine Alternative wäre es den Autofahrern Tips zu geben welche Routen sie benutzen sollten oder um Verständnis in der aktuellen Lage zu werben.

Ansonsten fand ich auch Mathias’ Beitrag sehr nett geschrieben, der sich des gleichen Themas schon gestern (beide entstanden am 30.) annahm und mich auf den Artikel erst aufmerksam machte.

// Oliver

Posted in DE, Gedanken | 2 Comments

A fun read

over at the Reykjavík Grapevine.

Undoubtedly everyone in the world wants to visit and immigrate to the US. Other countries are just not worth living in. Something along these lines must have been the rationale of the US border control officer in this recent case. I’ll take exception from that obvious rule as I have no intention to go to the US voluntarily during my lifetime. In general I try to avoid to go to countries that have the death penalty, such as the Iran, Pakistan or the US, but the fact that the US is treating visitors like criminals upon entering their country doesn’t really give them any bonus points in these matters.

// Oliver

Posted in EN, Thoughts | 2 Comments

Nuhr und Kabarett?

“Nuhr 2010 – Der Jahresrückblick”, im “heute journal” auch noch als kabarettistischer Jahresrückblick angekündigt? Nuhr und Kabarett?

Meine Zweifel haben sich voll bestätigt. Wenn das Kabarett ist, sollte sich Pispers einen neuen Namen für das Genre seiner Auftritte einfallen lassen. So ähnlich wie wenn man die Beleidigung “Schwein” gegenüber einer Person einsetzt und sich dann wundert ob die Anwendung der Beleidigung im speziellen Fall für die Tiere oder die Person beleidigender wäre.

Ohne Frage, es gab auch Pointen – an Tiefe ließen es aber auch diese fehlen. Alles in allem genauso flach wie man es von diesem “Komödianten” – bzw. neudeutsch “Comedian” – (und neuerdings “Kabarettisten”) erwarten konnte. Um hier nicht in ein argumentum ad personam abzugleiten, belassen wir es bei einem: spart euch die Stunde Lebenszeit und lest mal wieder ein Buch.

// Oliver

Posted in DE, Gedanken | 2 Comments

Kein Streusalzmangel in Forst/Lausitz

Dank weiser Vorausschau der Verantwortlichen, kann in Forst in diesem Winter (2010/2011) kaum mit Streusalzmangel gerechnet werden. Andere Kommunen und Straßenmeistereien die stöhnen daß die Streusalzvorräte zur Neige gehen hätten sich besser ein Beispiel an Forst genommen. Hier wird nicht gestreut, also kann auch kein Mangel entstehen. Und preiswerter ist es auch noch – zumindest für die Kommune.

In diesem Sinne: guten Rutsch … *wusch*

// Oliver

Posted in DE, Ich, der Zyniker | 1 Comment

“American lives”

For clarity, it’s about US-American lives – why consider that the Americas (as in plural) are a twin-continent and thus “Americans” are not just US-Americans. Canadians, Mexicans, Brazilians they are all Americans. But let’s fall back to the rhetoric used by the dominant “world power”.

American lives have been risked and wasted most of the time by the US government and its actions or other US “representatives” such as the CIA. However, when American blood gets spilled by some non-American it is a sacrilege. The talk is not about human lives at risk, it’s about “American lives”, so these must be real special. This reminds me of the master race the Nazis were trying to declare and breed in the thousand years between 1933 and 1945. And sure enough the symbols and the rhetoric used in the prevalent US news broadcast, FOX, look and sound akin to what we know from those thousand years. It actually sounds quite fascist. And it proves that humankind will not learn from the most gruesome facets of its past – ever!

// Oliver

PS: Let’s see whether Assange will be extradited to the US for some made-up reason, so perhaps next year we could give another Nobel Peace Prize to a freedom of speech advocate imprisoned in another totalitarian country?!

Posted in EN, Thoughts | 3 Comments

Diplomacy

For cynical professionals, WikiLeaks showed business as usual. They reaffirm that great powers really want obedience, not international cooperation or improved relations.
(source: here)

Read the full article, it’s worth it.

// Oliver

Posted in EN, Thoughts | Leave a comment

Interesting development at Wikileaks

The official main website of Wikileaks showed 1621 documents some time last night, also offering the torrent for it. Mere hours later the number is down to 1618 and the torrent links have been removed from the website.

// Oliver

Posted in EN, Thoughts | Leave a comment

Danke Wikileaks

Das Urteil ob Assange nach schwedischem Recht eine Straftat begangen hat, überlasse ich den schwedischen Richtern. Man kann aber schon feststellen, daß die kontinuierlichen Enthüllungen fast soetwas wie eine kleine Revolution angezettelt haben. Natürlich kann eine große Revolution schon um die nächste Ecke warten, aber die Art und Weise wie in den vergangenen Tagen mit Wikileaks und seinem Frontmann umgegangen wurde, war der beste denkbare Lackmustest für den Grad von Freiheit und Demokratie in der westlichen Welt.

Speziell mochte ich die süffisanten Kommentare aus Rußland in denen vorgeschlagen wurde Assange den Friedensnobelpreis zuzusprechen, trotz (oder vielleicht gerade) wegen des herablassenden Tons über russische Politiker in den Depeschen.

Mich persönlich interessiert ob es nach dem Einschlag einer dieser “intelligenten Waffen” in der chinesischen Botschaft in Belgrad 1999 irgendwelche “interessante” Kommunikation gab 😉 … aber insgesamt schaue ich mir das Schauspiel mit einer gehörigen Prise Schadenfreude an und hoffe darauf, daß es hilft die Welt zu verbessern.

// Oliver

PS: Die deutschen “Enthüllungen” der Depeschen sind natürlich eher trivial, wie auch Mathias bemerkt. Aber da sieht man auch wie weit die deutschen Pressenasen in den Enddärmen der Politiker stecken, welche wiederum ihre Nasen bei den Lobbyisten zu stecken haben.

Posted in DE, Gedanken | Leave a comment

Zu geil …

Ein fehlgeschlagener Anschlag in Stockholm und die Medien versuchen verzweifelt panische Schweden zu finden. Da das nicht gelingt, verweist man darauf, daß diese unbedarften Schweden einfach nur noch nicht realisiert hätten, was denn da nicht passiert ist aber ja hätte passieren können. Einfach zu geil. Zum Glück gibt es ja “Innenexperten” die gleich wieder nach irgendwelchen Maßnahmen in Deutschland schreien. Irgendeine Sau muß halt immer durch’s Dorf getrieben werden. Danke, liebe “Experten” – ich hoffe der Weihnachtsmann kommt mit einer riesigen Rute zu euch :mrgreen:

// Oliver

Posted in DE, Gedanken | Leave a comment

Thanks, Wikileaks!

I’ll leave the judgment whether Assange committed a crime under Swedish law to the Swedish judges. However, this ongoing leak has already created something like a small revolution. Of course a big one may just be around the corner, but the way Wikileaks and its front man were handled in the past few days was the best imaginable litmus test for the levels of freedom and democracy in the western world.

In particular I liked the condescending comments from Russia that suggested to award the Nobel Peace Prize to Assange for his deeds, despite (or perhaps because) of the condescending tone about Russian politicians in the cables.

Personally I’m interested whether there was any “interesting” communication after a US “smart weapon” struck the Chinese embassy in Belgrade in 1999 😉 … but in general I watch this whole affair with a pinch of Schadenfreude and hope it’ll change the world for the better.

// Oliver

Posted in EN, Thoughts | Leave a comment

DNAT for a Jabber/XMPP service

Problem: you have one external IP and want to run separate services on different hosts behind the router.

Here’s a small script to DNAT the router to the host behind it. Netfilter will take care of the return traffic (so no SNAT rules needed). For this script, eth0 is the external interface that owns the external IP and that 192.168.0.1 is the IP of the host running the Jabber/XMPP. Adjust to your needs.

#!/usr/bin/env bash

INTIP="192.168.0.1"
EXTIF="eth0"

for i in 5222:5223 5269 7777; do
  iptables -t nat -I PREROUTING \
    -i $EXTIF -p tcp --dport $i \
    -j DNAT --to-destination $INTIP
  iptables -I FORWARD -p tcp -d $INTIP \
    --dport 5222:5223 -j ACCEPT
done

To be run as super user, obviously 😉

// Oliver

Posted in Bash, EN, Linux, Software | Leave a comment

Byobu on Debian Lenny

Apparently it is possible to use Byobu even on Debian. It was to be expected, as it should be fairly distribution-independent. You need to install screen, python-newt and then you can run:

sudo dpkg -i byobu_3.16-0ubuntu1_all.deb

Of course the package has to be downloaded from an Ubuntu mirror first 😉
And the result is:

[1] oliver@ymir:~$ lsb_release -a
No LSB modules are available.
Distributor ID: Debian
Description:    Debian GNU/Linux 5.0.7 (lenny)
Release:        5.0.7
Codename:       lenny
[1] oliver@ymir:~$ sudo dpkg -l|grep byobu
ii  byobu                               3.16-0ubuntu1 ...

(last line truncated to fit)

// Oliver

Posted in EN, Linux, Software | Leave a comment

Das Eurorakel Westerwelle hat gesprochen …

Guido Westerwelle gab am 2010-12-02 bei Maybrit Illner folgendes Bonmot zu Protokoll (Transkript):

Ich erleb’s ja in meiner eigenen Familie. Die erinnern sich natürlich noch was die Großeltern erzählt haben, was ich auch noch gehört habe … was den Wert unseres Geldes angeht. Wir haben eine stabile Währung! Und wir sollten klug genug sein unsere eigene gemeinsame Währung nicht infrage zu stellen und zur Disposition zu stellen … der Euro steht bei über 1,30, der steht bei 1,33 … wer da von einer schwachen Währung spricht, hat in meinen Augen nix verstanden.

(gefolgt von Applaus)

Es handelte sich dabei um eine Erwiderung auf die Aussage von Herrn Henkel (ehem. BDI-Präsident). Die Aussagen von anderen Gästen waren in Teilen nicht minder fragwürdig, aber ich fand diese Aussage so schön, gerade weil hier eine so hirnrissige Argumentation benutzt wird, wie man sie nur allzu oft hört. Der Vergleich von Zaubergeld zu Zaubergeld – hier sogar ohne Erwähnung der Vergleichswährung (US-Dollar) – findet in der realen Welt kaum eine Entsprechung. Selbst wenn ich sagte, daß man für das Umtauschverhältnis von Sand zu grobem Kies 133:100 angesetzt hat, würde dies mehr Sinn machen, da vielleicht Sand derzeit einfach gefragter ist. Bei Zaubergeld handelt es sich aber um eine Idee ohne realen Gegenwert in der realen Welt. Zwar sind wir durch die gesetzlichen Zwänge bei Androhung von Strafe dazu gezwungen den Euro als Zahlungsmittel zu benutzen und ein Händler im Gegenzug gezwungen ihn anzunehmen, aber das ändert an der Aussage nichts – es erklärt vielmehr warum das System scheinbar funktioniert. Es gibt keine Beschränkung, keinen begrenzten und realen Gegenwert für das heutige Zaubergeld, welcher hier eine gleichgewichtserhaltende Funktion ausüben würde. Ja, ich will auf einen fehlenden Edelmetallstandard hinaus.

Am ehesten kann man es vielleicht mit der irrsinnigen Idee vergleichen, daß ich mich hinstelle und wahllos Sterne am Firmament “verkaufe” indem ich einen “Preis” festlege und als “Bezahlung” Planeten akzeptiere die um diese Sterne kreisen. Der reale Gegenwert existiert hier in beiden Fällen auch nicht, da wir bisher nicht in der Lage sind das Sonnensystem zu verlassen. Deswegen ist ja auch die Fokussierung auf Exporte gegen Zaubergeld, welche wir bei deutschen Politikern sehen, so wahnwitzig.

Wer bei diesen klaren Anzeichen noch immer den Versprechungen der Politiker glaubt, wird schon innerhalb des kommenden Jahrzehnts mit hoher Wahrscheinlichkeit aus allen Wolken fallen. Wir werden sehen …

… auch das Publikum bei Maybrit Illner.

// Oliver

Posted in DE, Gedanken | 1 Comment

ROFL

http://www.flickmylife.com/?p=6463

Posted in /dev/null, EN | Leave a comment

So no Inline Assembler in 64bit Delphi? Get over it!

Honestly. I’m seeing people go on and on about that issue, while I can’t help noticing other much bigger issues with Delphi all the time. No PDB support strikes me as a pretty big issue for one, or getting a 64bit compiler at all

Can anyone give me a good reason why it is a problem that you can’t write the assembly code inline and instead have to use an external file? Microsoft did that as well when they switched to x64 compilers. What’s the issue?

There are only some corner case when assembly is of value nowadays and just about every single line of current inline assembly would have to be changed anyways when porting to x64. I for one welcome that it raises the bar for people who shouldn’t be using assembly in the first place. 😆

// Oliver

Posted in Delphi, EN, Programming, Software | 6 Comments

Ankündigung in eigener Sache

Bis auf diesen Beitrag hier werde ich bei Verabschiedung des gepanten JMStV keine deutschen Inhalte mehr auf meinem Blog anbieten. Jegliche Aktivität wird nunmehr in Englisch oder Russisch stattfinden und die alten Beiträge werde ich vor Jahresende entfernen.

Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche …” … muß ja nicht alles drin sein was draufsteht.

Update: Udo Vetter äußert sich auf seinem Blog zum Thema. Ich werde im Zweifelsfall “Sendezeiten” einführen.

// Oliver

PS: Ach ja die Altersfreigabe für diesen Beitrag hier setze ich – da er später nicht entfernt wird – mal ganz willkürlich auf 16 Jahre fest. … gerade gesehen, daß scheinbar nur 6, 12 und 18 geht.
PPS: Nachtrag: auch meine Webseite wird natürlich komplett auf Englisch umgestellt um kein Risiko einzugehen. Was mit den anderen Webseiten wird, die ich hoste und die deutschsprachige Inhalte anbieten, muß ich erst noch sehen.

Posted in /dev/null, DE | 8 Comments

Hah, und es geht doch

Ich bin ja in Sachen Namespaces auch in C++ schon konservativ, daher benutze ich in Python vorzugsweise:

import module

statt:

from module import *

da letzteres mir ja alle Symbole ohne Rücksicht in den aktuellen Bereich übernimmt. Nachdem ich zuerst die Typen aus ctypes mit voll qualifiziertem Namen importiert hatte um ihnen meinen eigenen Namen zu geben, habe ich jetzt mal folgendes probiert:

import ctypes

# Haufenweise Code

from ctypes import \
  c_uint32 as uint32_t, \
  c_int32 as int32_t # usw ...

Und es klappt!

Feine Sache das.

// Oliver

PS: zuvor sah es so aus:

import ctypes

# Haufenweise Code

uint32_t = ctypes.c_uint32
int32_t = ctypes.c_int32 # usw ...
Posted in DE, Programming, Python | Leave a comment

Network interfaces on cloned (KVM) VMs

Yesterday I was cloning a few KVM VMs and to my disappointment the clones did not have an eth0 but rather got an eth1 and clones of clones would actually get eth2 and so forth. Because my /etc/network/interfaces referred to eth0 it simply failed.

Not so nice. I am using Debian on these, so I was checking with dmesg and a message caught my attention where udev stated that it had renamed eth0 to eth1. Fair enough. So it turned out that udev is keeping track of attached network devices by their MAC address. One can fix that either by giving completely custom name mappings (there is a package for that) or by “restarting” the list of known devices through removal of the known ones in either of these two files:

/etc/udev/70-persistent-net.rules
/etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules

The first one seems to be the older location – the system I was on had the file in the latter location.

// Oliver

Posted in EN, Linux, Unix and unixoid | Leave a comment

Öffentlicher Rundfunk oder doch eher Staatsfernsehen?

Rainald Becker vom SWR gab am 2010-11-18 folgenden Kommentar in den ARD-Tagesthemen zum besten (Transkript):

Eine Terrorwarnung ist kein Giftgasalarm und nicht die Ausrufung von Notstand. Innenminister de Maizière warnt deshalb zurecht vor Panik und Hysterie, mahnt aber genauso richtig zur Sorge. Wer das zum Anlaß nimmt Angst zu schüren, wer gar schon den Hauch des Todes über deutschen Weihnachtsmärkten heraufziehen sieht, der spielt auf fahrlässige Weise mit schlimmsten Befürchtungen. Es ist nicht die Zeit für plakative Töne und dramatisierende Berichterstattung, es ist vielmehr Zeit für klaren Kopf und Wachsamkeit. Wenn Terror es schafft öffentliches Leben zu ändern, zu lähmen, dann haben seine Jünger schon halb gewonnen. Der Rechtsstaat darf nicht einknicken, muß wehrhaft sein. Er braucht starke Gesetze, gute Polizisten und vernünftige Politiker – solche, die nicht gleich wie ein pawlowscher Hund anfangen zu sabbern, wenn es um Vorratsdatenspeicherung und schärfere Sicherheitsgesetze geht.

Der FDP und all den anderen die gern und schnell das hohe Lied von Bürgerrecht und Datenschutz singen, sei hier gesagt: Bitte übertreibt es nicht. Ein Teil der Erkenntnisse die jetzt zur Terrorwarnung führten, kommt aus dem Ausland, auch aus den USA. Sie wurden ermittelt, weil dort die Gesetze schärfer sind, weil Methoden benutzt werden die hierzulande erstmal zu langen politischen Debatten führen. Was Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bürger angeht, sollten wir uns an den USA orientieren. Telefonüberwachung, Onlinedurchsuchung, Datenspeicherungen, ab und zu ein Fingerabdruck – das ist kein Teufelszeug. Wer das nicht will, kann sich ja zuhause hinter dem Ofen verkriechen. Alle anderen treffen sich demnächst auf einem Weihnachtsmarkt.

Während man am Anfang noch denkt, daß der Mann einen ausgewogenen Kommentar abgeben würde, wird es zum Ende hin immer klarer, daß hier pure Demagogie am Werke ist. Da werden die Mahner und Kritiker des mit schnellem Schritt voranschreitenden Bürgerrechteabbaus alle in einen Sack gesteckt und draufgehauen; die FDP – nicht gerade mein Sympathieträger – allen voran.

Dieser Kommentar hinterläßt einen seltsamen Nachgeschmack, wenn man sich anschaut wie hier den Kritikern und Mahnern Feigheit vorgeworfen wird. Feigheit oder Mangel von Patriotismus oder die Bezeichnung als “vaterlandslose Gesellen” mußten sich schon zu verschiedenen Zeiten verschiedene Gruppen in Deutschland vorwerfen lassen. Wir scheinen wieder an einem solchen Punkt angekommen zu sein. Hier wird unverhohlen für einen weiteren Abbau – es ist ja nicht so als ob innerhalb der letzten Jahre nicht bereits eine Menge Abbau stattfand – von Bürgerrechten in Deutschland und ggf. Europa geworben. Mich wundert es schon wie Herr Becker seine Aussage:

Wenn Terror es schafft öffentliches Leben zu ändern, zu lähmen, dann haben seine Jünger schon halb gewonnen.

… mit der Forderung an Kritiker und Mahner verbindet doch bitte den Abbau der Bürgerrechte nicht zu stören. Als würden die Bürgerrechte nicht maßgeblich das öffentliche Leben bestimmen und ihre Abschaffung genau das ändern. Frau Leutheusser-Schnarrenberger, bleiben Sie hart! Das Quick-Freeze-Verfahren ist definitiv die bessere Variante wenn mit der Vorratsdatenspeicherung verglichen.

Aber lassen wir doch jemanden zu Wort kommen, der sich mit Demagogie besser auskennt als Herr Becker:

Natürlich wollen die Menschen keinen Krieg. Warum sollte irgendein armer Kerl auf einem Bauernhof sein Leben in einem Krieg riskieren, wenn das Beste, was er davon haben kann, ist, daß er an einem Stück zurück auf seinen Hof zurückkommt? Natürlich wollen die einfachen Leute keinen Krieg: Weder in Rußland noch in England und auch nicht in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer des Landes, die die Politik bestimmen und es ist immer eine einfache Sache, die Leute mitzuziehen, ob in Demokratie oder faschistischer Diktatur oder einem Parlament oder kommunistischer Diktatur.

Stimme oder nicht, die Leute können immer dazu gebracht werden, den Wünschen ihrer Führer zu folgen. Das ist einfach. Alles, was Sie tun müssen, ist, ihnen zu sagen, daß sie angegriffen werden und die Kriegsgegner dafür zu denunzieren, daß ihnen Patriotismus fehlt und sie das Land einer Gefahr aussetzen. Es funktioniert in jedem Land gleichermaßen.
(Hermann Göring)

Ein paar Begriffe ausgetauscht und schon ist das Zitat wieder hoch aktuell.

// Oliver

Posted in DE, Gedanken | 6 Comments

Adobe Reader X

… war wohl nix 😉

Hatte mir den gestern installiert und mußte nun feststellen, daß dies ein Fehler war. Ich bekomme, wann immer ich eine PDF doppelklicke, einen Fehler “Abnormal termination”. Bekomme ich aber nicht, wenn ich den Adobe Reader X separat öffne und die gleiche DLL von innerhalb des Programms öffne.

// Oliver

PS: es wird noch besser. Habe soeben nach einem Tracker oder einer anderen Methode gesucht einen Fehler zu melden. Nichts gefunden, also bin ich dem Link gefolgt bei dem man Support “kaufen” kann und bekomme folgendes zu sehen:

Access denied. We're sorry, you are not allowed access to the service you requested. If you feel you should have access, please contact the appropriate authorities and give them your IP address: 85.xxx.xxx.xxx. Thank you for your patience.
Posted in DE, Software | 1 Comment