Atlas zur deutschen Alltagssprache

Auf atlas-alltagssprache.de finden sich die Ergebnisse vergangener Umfragen zur Benutzung von Ausdrücken und Worten in der deutschen Alltagssprache, sowie auch die jeweils neueste Umfrage.

Einfach mal den Fragebogen ausfüllen.

// Oliver

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Visual C++ 2015 Build Tools

Once you download the installer for Visual C++ 2015 Build Tools from here, you can run it as follows:

visualcppbuildtools_full.exe /layout

to have it download all the necessary files for later “offline” installation. This allows one to archive the installer and reinstall it later on another machine. This is similar to the functionality in the SDK and WDK, which also allow to just download all files for later use.

NB: this also works if the full Visual C++ or Visual Studio 2015 product is installed. If you tried to install it, it would reject it due to the full product being already installed.

// Oliver

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The American Dream is still alive

If the fact that Trump could become POTUS has told us anything, it’s that the American Dream is alive and kicking.

If an alleged billionaire1 can become POTUS, anyone can.

// Oliver

  1. remember, no one is going to see his tax papers []
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“They are a smaller country”

The Russian’s can’t change us, or significantly weaken us. They are a smaller country, they are a weaker country, their economy doesn’t produce anything that anyone wants to buy except oil and gas and arms. They don’t innovate, but they can impact us if we lose track of who we are. They can impact us if we abandon our values. Mr. Putin can weaken us, just like he’s trying to weaken Europe, if we start buying into notions that it’s ok to intimidate the Press or lock up dissidents, or discriminate against people because of their faith or what they look like. And what I worry about, more than anything is the degree to which, because of the fearless of the bipartisan battle, you start to see certain folks in the republican party and republican voters, suddenly finding, a government and individuals who stand contrary to everything we stand for as being ok because that’s how much we dislike democrats.
Barack Obama

*facepalm*

Yep, of course Russia is a smaller country, because it’s only the biggest country on this planet … and … and … and the US is a much bigger country than this planet.

*sigh*

Talk about post-truth and fake news.

// Oliver

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“Fake-News”

Dieser Anglizismus hat das Zeug zum nächsten Wort des Jahres.

Um erfundene Nachrichten soll es sich handeln. Erfundene Nachrichten wären in der Tat schlimm. Aber seit wann sind Wortmeldungen auf Facebook Nachrichten?

Einerseits scheinen sich unsere selbsternannten “demokratischen” Eliten schon vor der nächsten Wahl zu fürchten und bauen schonmal vorsorglich das Gespenst eines russischen Hackerangriffs auf. Vermutlich um im Falle eines durchaus möglichen AfD-Sieges alles auf einen Hackerangriff schieben zu können und die Wahl infrage zu stellen oder gar gleich für ungültig zu erklären. Da versteigen sich dann Journalisten zu der Aussage es habe ja schon einen russischen Hackerangriff auf den Bundestag gegeben, daher sei die Gefahr für die kommende Bundestagswahl real. Beweise bleibt man auch hier schuldig. Die Täterschaft von Hackerangriffen nachzuweisen ist nämlich ungemein schwer. Auf mehr als einen Herkunftsrechner zu schließen ist nahezu unmöglich. Zeitzonen können noch Hinweise bieten, aber das war’s dann oft schon. Ob die Herkunftsrechner eines Angriffs nur am Ende einer Kette von Verbindungen stand, die zur Verschleierung benutzt wurden, ist oft nicht mehr ermittelbar.

Was gefordert wird, sind nichts anderes als neue Zensurinstrumente. Zensursula wird’s freuen. Ab wann werden denn Blogeinträge und Wortmeldungen in (a)sozialen Netzwerekn zu “Fake-News”? Überhaupt, seit wann sind Wortmeldungen mit einer Nachrichtenmeldung vergleichbar? Tendenziöse Berichterstattung wie man sie seitens des ÖR oder der überregionalen Zeitungen und Magazine zum Thema Ukraine seit Jahren findet, funktioniert durch gekonnte Weglassungen und Überspitzungen. Da wird selten etwas dazu erfunden. Aber sind sie deshalb weniger gefährlich? Und ist die Reichweite irgend eines Horsts oder einer Uschi auf Facebook tatsächlich soviel größer als die der Tagesschau oder der FAZ?

Im Grunde läuft es aber in jedem Fall auf die gleiche Argumentationslinie hinaus, die sich schon in den Begründungen der sogenannten bürgerlichen Parteien zur Verweigerungshaltung gegenüber der Einführung bundesweiter plebiszitärer Elemente findet. Der gemeine Bürger gilt als dumm. Oder in Herrn Gabriels Duktus: Pack. Wahlpack träfe es noch besser. Und damit sind ganz sicher nicht nur Pegidisten und AfDler gemeint. Man verweigert denen die als Souverän bezeichnet werden jedwede erweiterte Mitgestaltungsmöglichkeit außerhalb der Wahlen alle paar Jahre. Von den vorenthaltenen Mitgestaltungsmöglichkeiten aufgrund geringeren Einkommens wollen wir lieber mal nicht reden. Die Bundesregierung offenbar ja auch nicht. Paßt dann wieder zu Zensurmaßnahmen und postfaktischem Zeitalter.

Bürger sind also zu dumm um Meldungen selbst verifizieren zu können. Das Problem hat leider mehrere Facetten. Einerseits mag es tatsächlich sein, daß statt Politischer Bildung vielleicht ein Fach Medienkompetenz in der Schule angeboten werden sollte1. Aber zuviel Bildung und Medienkompetenz macht die Bürger weniger lenkbar; mag also wiederum nicht im Interesse der Eliten liegen. Und die Wirtschaft hätte sicher auch etwas dagegen wenn diverse Tätigkeiten, wie ihr Werbetreiben, plötzlich von einer Bevölkerungsmehrheit kritisch beäugt würden.

Andererseits fehlt es vielen Menschen auch schlicht an Zeit und vor allem an Sprachkenntnissen um eine Meldung von mehreren Seiten zu betrachten und Quellen in der Ursprungssprache heranzuziehen. Und genau das ist ein riesiges Problem, welchem eigentlich mit der laut Rundfunkstaatsvertrag gebotenen unabhängigen Berichterstattung begegnet werden sollte. Nur leider marschieren unsere öffentlich-rechtlichen Rundfunker stramm transatlantisch. Da haben andere Sichtweisen keinen Platz mehr. Selbst wenn der ÖR von jetzt an versuchen würde die journalistisch gebotene professionelle Distanz zu wahren, und damit Erfolg hätte, wäre es vermutlich zu spät. Es wurde zuviel Vertrauen verspielt. Dieses zurückzugewinnen kann Jahre dauern. Die Lösung für die aktuelle Misere ist es also nicht.

Also wird der Zensurhammer geschwungen, denn wenn die Pfründe der Machteliten bedroht sind, müssen eben auch Grundrechte zurückstehen.

Schöne neue Welt.

// Oliver

  1. gern auch zusätzlich ein Fach “Persönliche Finanzen” []
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Jeder darf mal recht haben

Geil, Dank postfaktischen Zeitalters darf jetzt jeder einmal recht haben.

Diejenigen die vor der POTUS-Wahl gewußt haben wollen daß Clinton gewinnt, inklusive der Mehrheit von Statistikern können sich nun darauf stützen, daß Clinton ja mit mehr als 2,85 Millionen Wählerstimmen Vorsprung verloren hat. Das sogenannte Volksvotum (popular vote).

Ja, lest den Satz gern nochmal durch und laßt ihn schön auf der Zunge zergehen. Clinton hat mit 48,1% zu 46,0% verloren. Ist doch logisch, oder?

Und jene die Trumps Gewinn mit trickreichen Kleinstumfragen in ihrem Umkreis vorausgesagt haben wollen, können sich auf Trumps monumentalen Vorsprung beim Wahlmännervotum (electoral vote) beziehen.

In der Mehrheit der Staaten bekommt der Sieger, selbst mit nur einer Wählerstimme Vorsprung, alle Wahlmännerstimmen zugesprochen. Und das im selbsternannten Hort der Demokratie. Von den Streichungen aus Wählerregistern und anderen Unstimmigkeiten – auch bei vorherigen – Wahlen wollen wir mal nicht reden. Demokratie ist schließlich eine Glaubensfrage und das Dogma besagt, daß in den USA als Vorzeigedemokratie keine Unregelmäßigkeiten auftreten. Paßt dann wieder zum postfaktischen Zeitalter, aber zeigt auch wie lange wir schon in eben diesem leben …

// Oliver

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“Querulanten am Werk”

Hier mein Leserkommentar als Antwort auf einen Kommentar von Klaus Nachbaurs Kommentar unter dem Titel “Querulanten am Werk”. Dort ging es um die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 1 BvR 458/10 in der das pauschale Tanzverbot an sogenannten stillen Feiertagen für zu streng gehalten wird. Da das bayerische Feiertagsgesetz eine Befreiungsmöglichkeit pauschal ausschloß, wurde nun in letzter Instanz die Gesetzesregelung als verfassungswidrig erkannt. Hierbei spielte insbesondere eine Rolle, daß die Festlichkeit in einer geschlossenen Räumlichkeit (einem Theater) stattfinden sollte. Dies wurde dem Bund für Geistesfreiheit vor einigen Jahren untersagt, wogegen der – Zitat Herr Nachbaur – Querulantenverein gerichtlich vorging und nun gewann.

Sehr geehrter Herr Nachbaur,

in ihrem Kommentar “Querulanten am Werk” bezeichnen Sie pauschal alle religionslosen Freidenker als Querulanten. Gratulation zu dieser sehr “differenzierten” Meinung.

Der Begriff “aggressive Atheisten” ist übrigens in etwa so sinnig wie “kämpferischer Schlaf”, aber ich will Ihnen nicht Ihre spitze Feder verleiden.

Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Sie an sprechende Schlangen glauben, nichts von den zweimal zehn Geboten wissen (es geht ja schließlich um Glauben), oder das Blut und Fleisch ihres Erretters bei der Eucharistie verspeisen, so sie denn Katholik sind. Das ist allein Ihre Privatsache. Ernsthaft, Sie dürfen meinetwegen auch an den Weihnachtsmann oder andere mythische Wesen glauben, so es Ihnen Ihr Gott aufgrund des ersten Gebots nicht verargt.

Wenn es aber um öffentliche Auftritte geht, sind die sogenannten christlichen Kirchen bereits jetzt schon überrepräsentiert und – von uns Steuerzahlern insgesamt – überfinanziert und -subventioniert. Glücklicherweise gibt es Kollegen von Ihnen, die es an professioneller Distanz fehlen lassen um dies in einer gesellschaftliche Debatte zur Sprache zu bringen.

Und da haben wir noch nicht darüber gesprochen, daß bürgerliche Freiheiten, welche auch Sie genießen, nicht mit den Kirchen, sondern gegen die Kirchen erkämpft wurden. Kein Wunder, wenn man sich die Römerbriefe anschaut1, auch wenn sich gerade Protestanten heutzutage gern als Bürgerrechtler gerieren und versuchen dies in einen Zusammenhang mit ihrem Glauben zu rücken.

Ihrem Glauben nach, schmoren ja “Ungläubige” wie ich nach ihrem
Ableben in der Hölle2, Herr Nachbaur. Statt Ihrem religiösen Eifer freien Lauf zu lassen, könnten Sie doch einfach Ihrem Gott die Strafe überlassen, oder? Oder meinen Sie vielleicht, ganz im Stil religiöser Extremisten, die vermeintlichen Regeln3 Ihres Gottes bereits vorab an seiner Statt vollstrecken zu müssen? Da scheinen in Außensicht gewisse Zweifel durch. Ich hoffe Sie halten es dann auch ebenso konsequent mit dem Bilderverbot aus dem Alten Testament und benutzen keinerlei Fotos von lebenden Wesen in Ihren Artikeln?!

Ich persönlich halte es mit Religion wie aus diesem Zitat eines anderen Freidenkers ersichtlich:

Religion is like a penis. It’s fine to have one and it’s fine to be proud of it, but please don’t whip it out in public and start waving it around… and PLEASE don’t try to shove it down my child’s throat.

Hier nochmal auf gut Deutsch:

Religion ist wie ein Penis. Es ist in Ordnung eine zu haben und
stolz auf sie zu sein, aber bitte holt sie nicht in der Öffentlichkeit heraus und fangt an damit herum zu wedeln … und BITTE versucht nicht sie meinem Kind in den Hals zu schieben.

Und nein, ich muß religiöse Gefühle – was auch immer das genau sein soll – nicht respektieren, sondern ich muß sie nur tolerieren. Entsprechend sind generelle Verbote wie jene zu stillen Feiertagen abzulehnen. Ich muß mir gerade nicht aufgrund des Glaubens anderer Menschen vorschreiben lassen wie ich mein Leben zu leben habe.

Ach eins noch: als nichtreligiöser Mensch brauche ich keinen Gott und dessen angedrohte Strafen um nett zu anderen Menschen zu sein. Das geht auch ganz ohne das Konstrukt Gott.

Vielleicht konnte ich Ihnen ja ein paar Denkanstöße liefern.

Mit freundlichem Gruß und besten Wünschen zur Adventszeit, sowie besten
Wünschen vorab zum Weihnachtsfest,

Oliver Schneider, 2016-12-03 (mit Korr. vom 6.12.), Frankfurt am Main

Möglicherweise hat Herr Nachbaur mit seinem Kommentar eine größere Reichweite als ich mit meinem Blog. Sei’s drum. Was nützt mir das Recht auf freie Meinungsäußerung – wieder so ein gegen die christlichen Kirchen erkämpftes Recht – wenn ich kein Gebrauch von ihm mache?

// Oliver

PS: übrigens landen Kontaktversuche über die ursprüngliche Emailadresse von Herrn Nachbaur nur noch im Nirvana. Man erhält als Antwort folgendes:

Ich bin unter dieser E-Mail-Adresse nicht mehr erreichbar. Bitte wenden Sie sich in allen Belangen der Seite Drei an meine Kollegen Christoph Plate (entfernt@schwaebische.de Tel. 0751/2955-XXXX) oder Dirk Grupe (entfernt@schwaebische.de Tel. 0751/2955-XXXX)

  1. siehe hier []
  2. Ganz zu schweigen von den fünf Milliarden Anders- oder
    Nichtgläubigen und den vielen Milliarden die vor uns lebten. []
  3. In der Bibel werden Sie zu den stillen Feiertagen nichts finden! []
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ntobjx jetzt auch auf Deutsch

Wie schon im April erwähnt, hatte ich ntobjx als besseren quelloffenen Ersatz für WinObj von Sysinternals/Microsoft gestartet.

Ich hab nun die Dokumentation ins Deutsche übertragen und seit gestern steht ein – wie immer mit Signatur versehener – Build bereit, welche auf allen Windowsversionen ab Windows 2000 wahlweise auf Englisch oder Deutsch benutzt werden kann.

So ihr Deutsch voreingestellt habt, wird ntobjx aller Wahrscheinlichkeit nach direkt auf Deutsch gestartet.

Viel Spaß!

// Oliver

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Re: Blame Russia!

It appears, that meanwhile folks are calling for investigations. For example experts urge the Clinton campaign to challenge the election results in three swing states. And this open letter by US scholars:

Call for a Congressional Investigation: An Open Letter from Concerned Scholars

Dear Senators and Representatives,

We, the undersigned scholars who conduct research on cyber-security, national defense, authoritarian regimes, and free and fair elections, are deeply troubled by reports of hacking by foreign powers apparently intent on influencing our November 2016 elections. Reports are serious enough that former senior national security aide Michael Allen, as well as Senators Bob Corker and Lindsey Graham, have raised concerns that Russia in particular may have been involved.

We represent a wide range of viewpoints on most issues, but on one point we agree: our polarized political climate must not prevent our elected representatives from doing what is right. In this case, what is right is simple: our country needs a thorough, public Congressional investigation into the role that foreign powers played in the months leading up to November. As representatives of the American people, Congress is best positioned to conduct an objective investigation.

We emphasize that nothing in our collective call for an investigation is meant to question the outcome of the November election. We simply know that turning a blind eye to such involvement would send a global green light to hackers and others intent on undermining our democratic institutions.

Nor do we prejudge the outcome of an investigation. As scholars, we give priority to evidence. The evidence made available in an investigation might show that foreign powers have played an important role, and it might show that such a role was negligible. At this juncture, we can only say that existing reports are plausible enough and publicly expressed concerns are significant enough to warrant Congress’s full attention and swift action.

With concerns rising on both sides of the political aisle about myriad practices that challenge free and fair elections, a public investigation promises to provide the transparency needed to calm Americans’ fears and restore faith in our political process. As voting American citizens, we know that nothing could be more important for our country.

Respectfully,

(signatures)

Well, looks like someone’s worried about the allegation raised prior to the election against Russia. Good to see this. Seems like functional common sense to me. As I mentioned before, I don’t give a flying f either way, to me the dangers to our planet inherent in either of the two big candidates winning are about equal.

// Oliver

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Rückgratlos und öfter unfair

So oder so ähnlich lautet der Titel einer ARD-Sendung am Montag.

In der gestrigen Sendung wurde von allerlei Experten und Pseudoexperten gegrübelt wie es zu einer Verrohung in der Gesellschaft kommt. Wobei tunlichst verschwiegen wurde, daß der Staat sich das Gewaltmonopol vorbehält und dem unzufriedenen Bürger damit im Zweifel höchstens noch Worte bleiben. Als Beispiel für körperliche Gewalttaten gegen die Polizei durfte ein sogenannter “Deutschtürke” mit seinen Söhnen herhalten. Als Beispiel für andere körperliche Gewalttaten durfte ein Kurde der seine Frau mit Seil hinter dem Auto herschleifte herhalten.

Nicht schlecht. Per se sagt das erst einmal nur etwas über Integrations-(Fehl-)Leistungen aus, falls man den Migrationshintergrund betonen wöllte. Wobei ich schon einen Unterschied zwischen Verbalinjurien und schwerer Körperverletzung sehe, auch wenn das einige in der Runde scheinbar anders sehen.

Aufhänger war aber der Fall eines Rentners der im Kassenraum einer Bank starb, wobei mindestens vier Bankkunden den am Boden liegenden Mann sahen und ihm nicht halfen.

Was aber in der ganzen Sendung kein einziges Mal zur Sprache kam, war ein Wort welches ich als in der DDR sozialisierter Mensch von klein auf kannte: Solidarität. Man könnte auch Hilfsbereitschaft oder Mitmenschlichkeit oder ähnliche Worte benutzen.

Klar paßt Hilfsbereitschaft nicht zu unserem aktuellen Gesellschaftsentwurf1, aber dann heuchlerisch so zu tun als sei es nicht eine auf Egoismus aufbauende Ideologie die am Ende zur Verweigerung von Hilfe, zu Indifferenz und sozialer Kälte führt, ist alles andere als hart und ganz sicher auch nicht fair. Aber es ist symptomatisch für pseudo-aufklärerische Talkformate im deutschen Fernsehen.

// Oliver

  1. Kapitalismus []
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Bundesgrüßonkelwahl – alternativlos, wie immer

Nachdem der Bundesgrüßpastor angekündigt hatte abzutreten statt nochmal anzutreten, scheint Steinmeier schon als neuer Bundesgrüßonkel gesetzt.

Faszinierend daran finde ich dreierlei:

  1. Der Bundesgrüßonkel hat wenig mehr zu tun als Gesetze1 und Urkunden zu unterschreiben und in der Welt herumzufliegen.
  2. Während in anderen Ländern Klüngelei gern angeprangert wird und Wahlergebnisse jenseits der 80% in realsozialistischen Ländern immer belächelt wurden, sind vorher gesetzte Kandidaten bei der Bundespräsidentenwahl schon seit langem Usus und auch bei parteiinternen Wahlen regt sich niemand über derlei traumhafte Ergebnisse auf. Scheint etwas doppelzüngig, aber als nicht in der Demokratie aufgewachsener, wurde ich vermutlich bereits frühzeitig in meinem Leben durch die falsche Ideologie verkorkst.

Mit seiner Beteiligung an der Entwicklung von Hartz-IV, den zusätzlichen Jahren Knast und Folter, zu denen er mal locker den Bremer Murat Kurnaz “verurteilte”, sowie seiner Beteiligung an der Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten zu seiner Zeit als Kanzleramtsminister, ist Herr Steinmeier natürlich schon geradezu überqualifiziert um als Bundesgrüßonkel in unrepräsentativer Wahl gewählt das gesamte deutsche Volk zu repräsentieren.

// Oliver

  1. und seine Vetomöglichkeiten sind doch sehr überschaubar []
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Re: Dear US-Americans, cut out the middlemen, would ya?

Looking at more rules that were brought to us from centuries passed 1:

Voting on Tuesday – How is this still a thing?

// Oliver

  1. like the electoral college []
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Blame Russia!

Since Trump is slated to win the electoral vote and the DNC and Hillary Clinton blamed Russia during her campaign for all mischief that hit the campaign, why isn’t anyone trying to remove that president elect which allegedly won as the result of a Kremlin ploy? I mean if this really is a coup d’etat in the making by the Kremlin, why is everyone so accepting?

Of course in post-truth politics, as practiced both by Trump and Clinton, there’s no need for proof of Russian hacker attacks or similar. Instead allegations should suffice, because it’s clear that the West is the best and Russia is The Evil Empire™.

// Oliver

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Flugzeugträger

Der Postillon veröffentlichte kürzlich folgende – leider zutreffende – Aussage in diesem Artikel.

Donald Trump will, dass die Vereinigten Staaten aufhören, Weltpolizei zu spielen und sich mehr auf sich selbst konzentrieren. Hierzulande wird das zur Folge haben, dass unsere Politiker behaupten, Deutschland müsse nun international mehr Verantwortung übernehmen, was zu mehr Aufrüstung und Kriegseinsätzen führen wird. Ganz anders sähe es aus, hätte Hillary gewonnen: Sie hätte Deutschland zu mehr internationaler Verantwortung gedrängt, woraufhin deutsche Politiker bereitwillig aufgerüstet hätten, um mehr Kriegseinsätze bewältigen zu können.

Auch die Frankfurter Aufhetzende Sonntagszeitung, die sich heute früh auf unserem Wohnzimmertisch befand, macht sich Sorgen über die Sicherheit Deutschlands und Europas. Der Artikel erinnerte mich sofort an die allzu treffende Beschreibung im Postillon. Im Artikel in der FAS wird erwähnt, daß die USA zehn Flugzeugträger mit insgesamt achthundert Jagdflugzeugen in Betrieb hat. Hingegen habe Rußland nur einen ziemlich alten Flugzeugträger. Aber da Rußland sich ja möglicherweise des Baltikums bemächtigen wolle oder Polen anknabbern könnte, solle sich Deutschland gefälligst auch einen Flugzeugträger zulegen. Als Ausflug in die Komik wird dann noch die Namensgebung erläutert (“Konrad Adenauer” etc) und daß man hierzulande ohnehin so ein Ding nicht bauen könne — dafür aber hervorragend auf Kreuzfahrtschiffe für Senioren spezialisiert sei — und man daher vielleicht einen der etwas älteren Flugzeugträger direkt von den USA abzukaufen versuchen könnte. Dann wird noch erwähnt, daß in Zukunft vielleicht nicht nur die Flugzeugträger einzelner EU-Staaten, sondern möglicherweise ein nach unserem aktuellen EU-Komissionspräsidenten benannter EU-Flugzeugträger in ein paar Jahren diesem Verbund beitreten könnte.

Daß die NATO das Angriffsbündnis ist, wird unterschlagen. Daß der Wertewesten entgegen seiner Lippenbekenntnisse in den 1990ern Rußland immer enger einkesselt, ist vermutlich purer Zufall und sicherlich nicht gegen Rußland gerichtet. Auch die Tatsache, daß das ach so aggressive Rußland zur Verteidigung seiner Landesgrenzen eben keine Flugzeugträger braucht, ja daß man Flugzeugträger allgemein nur braucht um Kriege als Angreifer zu führen, wird ganz in Manier der Frankfurter Atlantiker-Zeitung außen vor gelassen. Und daß hier die EU bereits ebenfalls zu einem Militärbündnis geschrieben wird, scheint auch nicht zu stören. In der Weltsicht der Kriegsfalken diesseits und jenseits des Atlantiks sind solche Details irrelevant. Vielleicht versteckt sich die EU dann ja auch, ähnlich der NATO, hinter einem Zwiedenkerbegriff ala “Verteidigungsbündnis”.

// Oliver

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Leute Leute Leute

Kommt mal runter! Trump wird also Präsident.

Zugegeben, keine ideale Lage.

Aber daß hier in Deutschland und Europa Hillary Clinton allgemein als die bessere Alternative vergöttert wurde und die Berichterstattung über Donald Trump tendenziös war, kann ich so nicht nachvollziehen. Es stimmt wohl, daß es ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellt wenn ein cholerischer Narzißt wie Trump, dem man seitens seiner Vertrauten scheinbar nicht einmal mit seinem eigenen Twitter-Konto über den Weg traut, den Koffer mit den Geheimcodes zum Start des atomaren Weltuntergangs überläßt. Aber inwieweit die kriegslüsterne Clinton da die bessere Alternative gewesen wäre, erschließt sich mir nicht.

Die tendenziöse Berichterstattung weist eigentlich vor allem darauf hin, daß man bei uns nicht allzu genau hinschaut. Die Demokraten sind nämlich überhaupt nicht weiter links als die Republikaner, sondern sie sind nur etwa 10 bis 20 Jahre weniger konservativ. Schaut man sich einmal die Programme der Republikaner aus den 1990ern an, wurden viele der Punkte daraus später gerade von den Demokraten durchgebracht.

Und woher nehmen wir eigentlich die Sicherheit, daß Hillary Clinton als “Falke” mit leicht psychopathischen Zügen nicht ebenso gefährlich für uns und den Rest der Welt gewesen wäre? Zugegeben, sie wäre wohl insgesamt eine kalkulierendere Präsidentin gewesen. Aber was heißt das schon?

Sie hätte mit höherer Wahrscheinlichkeit als man das für Trump — aufgrund seiner bisherigen Äußerungen — annehmen kann, versucht in Syrien einseitig eine Flugverbotszone einzurichten, was zu einer direkten Konfrontation zwischen dem Angriffsbündnis NATO auf der einen und Syrien mit seinem Verbündeten Rußland auf der anderen Seite geführt hätte. Wie schnell eine solche direkte Konfrontation zu einem atomaren Schlagabtausch hätte führen können, möchte man sich lieber nicht ausmalen.

Ohnehin stellt sich die Frage ob und wie weit der jeweilige POTUS wirklich mächtig ist und welche seiner Entscheidungen er im Alleingang durchziehen kann. Nur daran könnte man eine mögliche Gefährlichkeit von Donald Trump festmachen. Ich würde da schon noch von anderen Strippenziehern ausgehen. Nicht umsonst wurde JFK damals vorzeitig “abgesetzt” als er zu friedliebend und gesprächsbereit wurde. Auch wenn man sich die Versprechen von Obama von vor acht Jahren anschaut, kann man ja mal versuchen ihn daran zu messen statt an seinem unverdienten Friedensnobelpreis. Und wenn man das tut, stellt sich folgerichtig die Frage wieso Obama nicht in der Lage war seine damals behauptete Agenda in zwei Amtszeiten durchzusetzen. Allein die Schließung von Gitmo hätte ihm eine Menge Anerkennung eingebracht. Wer stand dem entgegen? Waren es die großen Konzerne, sein eigenes Kabinett, die Geheimdienste oder eine andere Gruppe im Hintergrund?

// Oliver

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Dear US-Americans, cut out the middlemen, would ya?

While all the — hopefully embarrassed — pundits and other experts, including the statisticians that produced such an epic fail with their forecasts, are weaning themselves to the notion of President Trump, the press coverage fails — yet again — to make note of the actual scandal.

Trump was right. The election was rigged. Of course now that he won — by electoral votes — he wouldn’t want to stress that point to much, would he?

Let me introduce you to an Ancient Greek word: δῆμος1. It means people as well as some other things. This word forms one of the parts of the word δημοκρατία, the word which in IPA notation would be /dɛː.mo.kra.tí.aː/. I guess you see where this is going, the word that in English is democracy. It hails from Ancient Greece and Ancient Greek.

Now let me introduce you to another word, this time from Latin: populus. It means the same, people, just in another language. In fact the heritage of the word people directly traces back to it, as does the heritage of the English word popular.

So if δῆμος and populus mean the same and δῆμος is one of the defining compounds of the word democracy, one could say that the popular vote should probably play a rather important role in the self-proclaimed world’s greatest democracy.

Now, it has been repeated ad nauseam how important a concept democracy is to the US society during election coverage. Well well, then how comes that — again — just like in 2000 the popular vote and the electoral vote diverge so much?

If the idea behind democracy in the US is to represent the will of the people, it stands to reason that the votes of the electoral college should reflect the will of the people. And by that, I mean that it should proportionately represent the votes cast by the sovereign, the US citizens2. Or better yet, cut the crap, let’s cut out the middlemen altogether, shall we?

Given its background, I would have expected the so-called black3 or in US-American PC lingo African American4 community to rise up and point out the outrageous background of it. In the words of James Madison:

There was one difficulty however of a serious nature attending an immediate choice by the people. The right of suffrage was much more diffusive in the Northern than the Southern States; and the latter could have no influence in the election on the score of Negroes. The substitution of electors obviated this difficulty and seemed on the whole to be liable to the fewest objections.

Don’t get me wrong. In Germany we also have the Bundestagswahl, the election of the Bundestag members. And the Bundestag is our parliament, so that makes it parliamentary elections. The Bundestag then gets to elect the Bundeskanzler. Pretty much the way your Congress gets to elect the POTUS.

Can you tell the difference? If you make it seem like the people get to vote for the president, not for a body of people that then actually get to elect the president, then the outcome shouldn’t be something like in the 2000 elections — leaving all the dirty tricks out of the discussion — when Al Gore led by more than half a million votes in the popular vote (50,999,897/50,456,002 = 48.4%/47.9%), yet lost the electoral vote with 266 to 271. But it is. Right now projections show a lead for Hillary Clinton in the popular vote, but a big margin for Donald Trump in the electoral vote. This means that a lot of people aren’t represented. Of course I hope that those don’t pay any taxes either, because: no taxation without representation.

This graphical representation of a projection (!) by the New York Times from 19:31 UTC brings home that point remarkably well:

It’s a mystery to me how in times when you can easily visit New York, Las Vegas and Los Angeles in one day, you put up with this rigged system. Because Trump was right about that part. The election is rigged and it has been ever since the 18th century. Only, at least since the 1980s or so it would have been possible and practical to have a direct popular vote for the presidential election, just as is suggested all the time in media coverage.

Oh by the way. Germany has its own fucked up system, too. We have Überhangmandate, which are totally undemocratic, we have Fraktionszwang5 and we have the 5%-Hürde, a threshold which prevents parties not reaching 5% of the “overall” vote from getting seats in the parliament — regularly cutting out well over 10% of cast votes from the parliament. We call that — try not to smirk! — representative democracy. So don’t get me wrong, I do know that Germany has its own bunch of homework to do. However, Germany doesn’t generally boast about being the greatest democracy on the international stage and – without NATO – also wouldn’t generally pretend to spread democracy in the world6.

And on another note. Unlike many of my fellow Germans, I am not sure that Hillary Clinton would have been the better choice. So my argument above gives little indication about my allegiance. In fact I think that the US voters were indeed given the choice to vote for the lesser of two remarkably big evils7.

With Clinton the probability of her pushing — unilaterally — for a no-fly zone in Syria would have become a near certainty, thereby causing a standoff between NATO and Russia/Syria which could easily have spun out of control and turned into a nuclear war.

So the choice really was between a trigger-happy choleric President Trump who can’t be trusted with his Twitter account but gets the nuclear launch codes anyway, or the slightly psychopathic and very hawkish Hillary Clinton who would have been more calculating in certain affairs, but would still have risked a standoff with the “regional”8 nuclear power Russia.

The options for the voters all sucked and the elections were rigged. But the elections being rigged is just one instance of the election system being rigged and fundamentally undemocratic — at least as long as you pretend that US citizens get to elect their president. Which they currently don’t. And by the way, stop calling Trump the elected President. You can do that after his actual election. He’s the President elect, or President about to be elected, but he hasn’t been elected just yet. Because if the President were elected already, the President would be Hillary Clinton as it would mean that the popular vote had been the deciding one.

Make America (the) great(est democracy of the world) again!

// Oliver

PS: If Trump is the outsider he claims to be and if he’ll get the power he thinks he’ll wield, he might actually attempt to do away with this stupid electoral system. On the other hand how likely is that? And also, could he do it legally without Congress?

  1. dêmos, “common people”, “assembly of the people” []
  2. let’s generously ignore the problem of DC, US territories and such []
  3. so-called, because in fact the majority of Americans with African ancestry are anything but black, they’re usually simply brown in various shades []
  4. probably the number of citizens that actually hail from Africa and haven’t been US citizens for several generations among this community is rather low []
  5. a system by which members of a particular faction in the parliament are forced to vote along with their fellow faction members on certain decisions []
  6. and ignore the failures in doing so; instead we opted to ignore your failures in doing so and be a good BFF []
  7. … oh, and some others, but who votes for those mavericks anyway, eh? Libertarian party? Heck, that sounds so liberal. []
  8. Nobel Peace Prize winner Obama claimed that []
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So many questions this morning

  • Did Hillary already prepare her concession speech?
  • Will Hillary accept the election results or keep us in suspense?
  • How long will Mr. Drumpf’s term be? He’s not going to be as profitable to the MIC1 as Hillary would have been, but on the other hand he’ll be less predictable. But usually the first one suffices to shorten a POTUS’ term by CIA.
  • Will Mexico really have to pay for The Great Wall of America™?
  • Do the Democrats regret having decided to let Hillary run?
  • Will Hillary be made to pay for her scheming to denounce Bernie Sanders?
  • If you denounce voters for one side in the press, why would you expect honest responses in polls?
  • Will Donald Trump still consider the election as rigged once his victory as president elect has been declared? What’s the consequence? Will he withdraw?
  • Will the electors from the electoral college vote as expected or will they change their minds?
  • And last but not least: Does he really get the “nucular” launch codes?

I can probably think of more during the coming hours and days. But I didn’t want to sign up on some (a)social media website to post these few sentences.

// Oliver

  1. Military Industrial Complex []
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Dear Americans

This was pointed out to me by a colleague from the US.

The hashtag at the end was the funniest part: #beentheredonethat.

Edit (2016-11-09): Oh for fucks sakes, folks. Really? Just like with Orwell’s novel Nineteen Eighty Four you took this as a request, didn’t you? So we have now proven once and for all that it’s not Germans who don’t get irony1, it’s the US Americans!

  1. yeah, it’s that thing like bronzy and silvery []
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Hach wie schön …

Heute wurde Mutter Teresa heiliggesprochen. Für mich beweist dies, daß Papst Franziskus eben nicht so verschieden ist von seinen Vorgängern. Beispielsweise von Karol Wojtyła, in dessen Regentschaft fruchtbare und furchtbare Propaganda in Afrika fiel mit der die Gläubigen dort davon überzeugt werden sollten, daß Kondome Teufelszeug seien und winzig kleine Löcher hätten (Spiegel-Artikel hier) durch welche das viel kleinere HI-Virus ohne weiteres dringen könne, da es ja vielfach kleiner sei als ein Spermium. Eine sehr “fortschrittliche Lehrmeinung” die sicher zu tausenden, wenn nicht gar zehn- oder hunderttausenden, Neuinfektionen in Afrika führten – ganz zu schweigen vom verhungernden Nachwuchs den sich die Eltern nicht leisten konnten.

Das Aids-Virus ist grob 450 Mal kleiner als ein Spermium. Und das Spermium kann leicht durch ein Kondom dringen.
Kardinal Alfonso Lopez Trujillo
(zitiert nach dem oben verlinkten Spiegel-Artikel)

Von den kirchlichen Maßstäben zur Selig- und darauffolgenden Heiligsprechung habe ich nur wenig Ahnung, vor allem glaube ich aber nicht an Wunder. Die formellen Anforderungen sind mir bekannt, aber aus meiner Sicht sind sie unerreichbar. Aber alte Männer in langen Kleidern welcher wunderliche Ansichten zum Intimleben anderer Menschen pflegen und Vorschriften dazu erarbeiten und von Kanzeln predigen, sowie deren Schäfchen, denen sie das Blut und den Leib Christi1 zur Verköstigung anbieten – mithin also Kannibalismus2 befürworten – mögen da anderer Ansicht sein.

Eines ist jedoch klar, für Mutter Teresa stand immer das Leiden und Sterben vor dem Helfen. Dadurch würden den Leidenden die Leiden Christi nahegebracht. Dies hat nicht nur der viel zu früh verstorbene Christopher Hitchens eindrucksvoll dargelegt – hier auf deutsch. Auch Aroup Chatterjee ließ in seinem Buch kein gutes Haar an der vermeintlichen Wohltäterin.

Somit ist der Friedensnobelpreisträgerin und US-Ehrenbürgerin posthum jene zweifelhafte Ehre zuteilgeworden auf die sie zeitlebens mehr hingearbeitet hat als ihr zweifelsohne guter Ruf vermuten ließe. Denn ihrem Ruf entsprechend, hätte sie wohl kaum Zeit für ein aktives Anstreben des Heiligenstatus gehabt. Aber wenn das Nobelpreiskomitee sich irren kann, will ich es Papst Franziskus mal nicht zu sehr verübeln, daß er den Höllenengel von Kalkutta heiligsprach. Der Vorgang wurde ohnehin schon lange vor seiner Amtszeit angeleiert.

// Oliver

  1. offizielle katholische Lehrmeinung []
  2. oder ist es kein Kannibalismus mehr wenn es sich um einen Untoten handelt? []
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Zehnte Woche und ein Ende in Sicht

Es sieht so aus, als würde unsere Kleine morgen aus dem Krankenhaus entlassen. Wir befinden uns in der zehnten Woche des Ausnahmezustands.

// Oliver

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