Die wohlstandsverwahrloseste Bundesregierung

Sarah Wagenknecht hatte unlängst eine bemerkenswerte und vielbeachtete aber auch viel kritisierte Rede im deutschen Bundestag gehalten.

Schon davor hatte eine gewisse Annalena Baerbock — ihres Zeichens oberste Undiplomatin der Bundesregierung — eine Antwort auf Englisch in einer Podiumsdiskussion von Forum 2000 in Prag gegeben, Zitat:

But if I give the promise to people in Ukraine “we stand with you, as long as you need us”, then I want to deliver. No matter what my German voters think but I want to deliver to the people of Ukraine.

Frei übersetzt von mir:

Aber wenn ich Menschen in der Ukraine das Versprechen gebe “wir stehen euch solange bei, wie ihr uns braucht”, will ich liefern. Egal was meine deutschen Wähler denken, aber ich will den Menschen der Ukraine liefern.

Nun, hier wurde auch Kritik geübt und jegliche1 Kritik von der Lückenpresse und deren multimedialen Kollegen direkt als Beeinflussungsversuch “des Kreml” abgetan. Als Lumpenpazifist und langjähriger Russen- und NATO/US-Versteher — jeweils noch in Ausbildung, weil ich zwar versuche die zu verstehen, es mir aber häufig nicht gelingt — möchte ich daher vom aktuell noch bestehenden RechtPrivileg2 auf die Äußerung meiner eigenen Meinung3 Gebrauch machen.

Die meisten Kritiker echauffierten sich über den ersten Teil des zweiten Satzes. Aber die Gesamtaussage ist bemerkenswert; mal ganz abgesehen von der absolut menschenverachtenden NATO-grünen Ideologie welche aus den Worten nur so trieft4. Erstens scheint ihr der Amtseid5, den sie gegenüber dem deutschen Volk und nicht etwa den Menschen in der Ukraine abgegeben hat, weniger wichtig zu sein als irgendwelche Versprechen die sie “den Ukrainern” gegeben hat. Wobei immer wichtig ist anzumerken, daß damit nur nationalistische Ukrainer gemeint sind oder zumindest jene die den nationalistischen ggü. loyal sind und nicht etwa jene Ostukrainer6 die — aufgrund der seitens der Putschregierung in 2014 geschaffenen Fakten7 — eine durchaus schon länger existierende Autonomiebewegung in der Ostukraine — dem industriellen Zugpferd des Landes — zu neuem Leben erweckten. Nein, diese Ukrainer sind spätestens mit der Ausrufung der Anti-Terror-Operation, durch die im Herbst 2014 gewählte Poroschenko-Regierung, keine Ukrainer mehr, geschweige denn Menschen. Es handelt sich ganz offenbar nicht nur in den Augen unserer Lückenpresse seit Jahren um Abschaum den man ignorieren kann, sondern offenbar hat auch unsere oberste NATO-grüne Undiplomatin das als “Fakt” verinnerlicht. Daß u.a. ihr Vorgänger und jetzige Bundesgrüßeule Frank-Walter Steinmeier zusammen mit dem französischen Amtskollegen in 2014/2015 die Minsk-Abkommen eingerührt hatte, wobei das zweite als UN-Sicherheitsratsresolution 2202 sogar völkerrechtlich bindend ist — und die Annalena kommt “ja eher aus’m Völkerrecht” — und sich weder der mit dem Anspruch von dessen Umsetzung angetretene Herr Selenskij noch die Garantiemächte Deutschland und Frankreich einen feuchten Kehricht um diese Abkommen scherten; ja diese auf NATO-Ebene seit Jahren reineweg hintertrieben, womit sowohl Schokoladenoligarch und Ex-Präsident der Ukraine Poroschenko als auch NATO-Generaltippse Stoltenberg unlängst prahlten, das wird geflissentlich verschwiegen.

Aber nehmen wir unsere oberste Undiplomatin mal beim Wort. Sie sprach ja von ihren deutschen Wählern, wie auch gern zu ihrer Verteidigung vorgebracht wurde. Ja hallo? Geht’s noch? Seit wann ist eine Bundesregierung, bzw. deren Amtsträger, allein jenen Wählern verpflichtet, die sie gewählt haben? Vielleicht sollte die Annalena statt Völkerrecht — sie meint wohl ohnehin eher die NATO-/US-gefärbte Lesart der “internationalen regelbasierten Ordnung” in der sowas wie der NATO-Angriff auf Jugoslawien voll in Ordnung geht, oder die Besetzung und das Abschöpfen der Gewinne syrischer Ölquellen, aber wehe andere nicht-wertewestliche Großmächte nehmen sich daran ein Beispiel — mal an ihrem Demokratieverständnis arbeiten. Wobei, ich befürchte das wäre nicht die einzige Baustelle bei diesem “besten” Aushängeschild der wohlstandsverwahrlosesten Bundesregierung seit Gründung der BRD.

// Oliver

  1. … auch gerechtfertigte … []
  2. Daß die sogenannten Grundrechte nur Privilegien sind, die entzogen werden können haben die letzten zweieinhalb Jahre hinreichend gezeigt. []
  3. Viele haben den Begriff “Meinungsfreiheit” ja leicht falsch interpretiert und sind bereits seit Jahren bar jeder eigenen Meinung unterwegs, haben den Prozeß der Meinungsbildung spätkapitalistisch-postmodern an diverse Preßorgane ausgelagert. []
  4. Waffenlieferungen in die Ukraine, welche den mittlerweile zum zwischenstaatlichen Krieg — zuvor innerstaatlichen, zwischenzeitlich seitens der ursprünglichen Kiewer Putschregierung als Anti-Terror-Operation beschönigten, Bürgerkrieg in der Ostukraine gegen die eigene Bevölkerung — mutierten, durch die NATO über Jahrzehnte vorbereiteten und provozierten, Konflikt zwischen Rußland und der Ukraine weiter anheizen helfen keiner der beiden Seiten. []
  5. Nunja, wie wie alle mittlerweile wissen ist die Verletzung des gegebenen Amtseids von Politikern, im Gegensatz zum Amtseid von niederen Beamten oder bspw. Richtern, nicht strafbewehrt und damit dieser ganze Amtseid nicht mehr als eine Floskel, auch wenn der Begriff ein ernstgemeintes Versprechen suggeriert. []
  6. … aber das kennen wir ja schon hinlänglich von Waffenlobbyspeichelleckern wie Sascha Lobo aus seinem “Lumpenpazifisten”-Traktat []
  7. Bspw. Abschaffung von Russisch in der Öffentlichkeit; ein Vergleich wäre hier wenn sich die deutschsprachigen Schweizer überlegten von heute auf morgen Romansch oder Französisch als Sprachen der Eidgenossenschaft abzuschaffen (was dort meinem Verständnis nach nicht ganz so einfach ist wie in der Ukraine mit dem Russischen). Oder auch das Massaker im Gewerkschaftshaus in Odessa im Mai 2014 bei dem per Zug aus Kiew und anderen Landesteilen angereiste Nazihundertschaften mal ein paar “Kartoffelkäfer” — deren entmenschlichender Begriff für russischsprachige Mitbürger! — “tilgen” durften. []
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Sarah Wagenknechts Bundestagsrede kürzlich

… schlug ein.

Während Frau Wagenknecht also dem im Grundgesetz (Artikel 38 GG) verankerten Prinzip, der Abgeordnete sei nur seinem Gewissen verpflichtet genüge tat, im Wortlaut:

Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

… konnten sich diverse Mitglieder der Partei “Die Linke” und insbesondere deren Parteispitze überhaupt nicht schnell genug distanzieren. Das sei keine Parteilinie, das hätte die Fraktionsspitze zu verantworten usw.

Abgesehen davon, daß dies ein faszinierendes Verständnis der Rechte und Pflichten von Bundestagsabgeordneten offenbart, hatte die Rede mittlerweile noch weitere Folgen. So verließ Ulrich Schneider mit (negativer) Bezugnahme auf Wagenknechts Rede die Partei. Diverse “Größen” äußerten sich dann auch dazu, zumeist unterstützend, teils gegen Wagenknecht keilend1. Unser werter Herr Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach entblödete sich dann auch nicht Ulrich Schneider zu empfehlen andere linke Parteien zu erwägen. Im Wortlaut:

Eine konsequente Haltung. Respekt. Für mich war Ulrich Schneider, auch bei gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten, immer ein Sozialexperte mit hoher Integrität. Solche Leute sollten auch andere linke Parteien erwägen.

Prof. Karl Lauterbach am 2022-09-12

Welche linke Partei2 das sein könnte, bleibt wohl Herrn Lauterbachs Geheimnis, denn zumindest im Bundestag sind mir ausschließlich “Mitte-Parteien” und NSDAP-Nachfolgeparteien geläufig. Und “Die Linke” hockt allenfalls noch am linken Rand der Mitte — zumal sie auch in großen Teilen nicht mehr klassisch links ist. Aber klar, wenn alle nach rechts rücken, bleibt der linke Rand des Spektrums natürlich weiterhin linksaußen, auch wenn er sich von klassisch linken Positionen vielleicht längst meilenweit entfernt hat. Vielleicht meinte er ja auch Nischenparteien wie die MLPD? Und fragen will ich nicht, da unser Gesundheitsminister sicher voll im Streß ist. Im Streß restriktive Maßnahmen auszuarbeiten bzw. ausarbeiten zu lassen, die unter Bezugnahme auf Corona im kommenden “Wutwinter” zufällig genau dann in Stellung gebracht werden, wenn die Leute begreifen, daß man sich beim Demonstrieren auch warmhalten kann, wenn die Wohnung schon kalt bleiben muß oder man sich aufgrund Preissteigerung oder Arbeitsplatzverlust nichts mehr leisten kann.

Nach Ulrich Schneider trat dann ein — aus meiner Sicht — noch profilierteres Mitglied aus, nämlich Fabio De Masi. Er ließ sich nicht weiter zu den Gründen ein. Man könnte zwar spekulieren, aber das lasse ich mal. Vielleicht gibt es ja irgendwann doch noch eine Stellungnahme.

Dabei wäre es doch fast sinnvoller wenn Frau Wagenknecht genau wie ihr Mann die Partei verließe, in welcher echte linke Positionen nicht gefragt sind.

Allerdings ist dies leichter gesagt als getan, denn die Chance ohne Rückendeckung einer bereits etablierten Partei in den Bundestag zu kommen ist verschwindend gering. Wir verlören eine wichtige und kritische Stimme. Nicht zuletzt deshalb, weil unsere Parteien sich inzwischen — aus meiner Sicht verfassungswidrig — das Monopol der politischen Willensbildung gesichert haben, obwohl es im Artikel 21 GG gleich eingangs unter (1) heißt:

Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.

Setzt man die Zahl von Parteimitgliedern ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, ergibt sich eine starke Schlagseite der Macht weg vom Souverän hin zu den Parteien. Betrachtet man dann nur die Aktiven in den Parteien, wird es nur umso schlimmer …

// Oliver

PS: übrigens schätze ich sowohl Ulrich Schneider wie auch Fabio De Masi für das was sie bisher geleistet haben (und hoffentlich weiter leisten), insofern ist mir deren Parteibuch/-karte herzlich egal.

  1. Ich bewundere Sarah Wagenknecht seit Jahren, weil sie trotz stetem Gegenwind und unfairen Praktiken, bspw. bei der Sendung “entweder butterweich oder unfair” (oder so ähnlich), ihre Position vertritt und weiter herausarbeitet und sich auch nicht zu doof ist Fehleinschätzungen einzugestehen. []
  2. … in der Mehrzahl kann man davon nun wirklich nicht reden! []
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Kaum denkt man es gehe nicht bescheuerter

… kommt ein grüner Minister daher.

// Oliver

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Höhere Gewalt

Während sich unsere NATO-Grüne Bundesaußenschnepfe auf Bali empört, daß Lawrow sich ihr Gestammel nicht anhören wollte — war mit dem “das wird Rußland ruinieren” aus dem Februar nicht alles gesagt und die deutsche Spitzendiplomatie bereits voll ausgeschöpft? — rollt die Inflationswelle bereits jetzt über Deutschland.

Der NATO-Grüne Bundeswirtschaftsbückling stimmt auf Frieren für den Frieden, bzw. gegen Putin ein und mahnt Einsparungen an. Kohlekraftwerke sollen wiederbelebt werden, aber jetzt stellt sich raus, daß die Transportkapazitäten eventuell nicht vorhanden sind um kraftwerksnahe Reserven anzulegen. Da rächt sich, daß die Bundesregierung kein Amazon Prime Coal Abo abgeschlossen hat.

Offenbar sind die nach hinten losgegangenen Sanktionen höhere Gewalt, denn anders kann man sich nicht erklären daß, selbst jetzt wo kristallklar ist, daß die Sanktionen uns bei weitem mehr schaden als sie Rußland jemals schaden könnten, — begleitet von den Sturmgeschützen der NATO-Propaganda — unisono nach deren Fortführung gerufen wird. Die seit Jahren dysfunktionale repräsentative Demokratie beweist einmal mehr, daß Fehlentscheidungen nicht zurückgenommen werden, selbst wenn sie Schaden vom deutschen Volk abwenden könnten.

Selbst die sonst so lautstarke und mächtige Wirtschaftslobby übt sich allenfalls mit einzelnen Wortmeldungen in leiser Kritik am derzeitigen Kurs.

Aber die nächste SARS-CoV2-Mutante und der passende Lockdown wird mit Sicherheit zeitgenau auf das “Frieren für den Frieden” abgestimmt sein. Wenn es zu keiner rechtzeitigen Kehrtwende kommt und man lieber den rechtsnationalen Russenhassern in Polen unser bezahltes russisches Erdgas weiterschickt als deutsche Gasspeicher zu füllen — während Nord Stream 2 weiterhin nicht geöffnet wird — könnte es jedoch sein, daß es selbst mit Lockdown zu einem eher heißen Winter für unser Spitzenpersonal wird. Die Maslowsche — verdammt, schon wieder so ein Ru… … puh Glück gehabt … ukrainische Abstammung — die Maslowsche Bedürfnishierarchie jedenfalls, dürfte den meisten auch ohne Kenntnis des Begriffs intuitiv geläufig sein. Sobald wir am Fundament dieser Hierarchie ankommen, könnte sich der alle paar Jahre zum Wahlvieh degradierte Souverän in größerer Zahl entsinnen, daß Bewegung hilft um warm zu bleiben, während Wohnung und Duschwasser kalt bleiben.

Das müssen die interessanten Zeiten aus dem chinesischen Fluch sein.

// Oliver

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(N)Ostalgie pur für mich

Irgendwann rund um die Wende verbrachte ich als Kind mit meiner Familie das Jahresende auf Usedom in einem alten Ferienheim. Ich könnte heute nicht mehr sagen ob es tatsächlich vor oder nach der Wende war.

Jedenfalls gab es dort einen Spielautomaten in der – ich sag mal – “Empfangshalle” an dem ich ein Spiel spielen konnte. Ich weiß nicht mehr ob man Münzen brauchte, ich meine fast nicht.

So sah das dann aus:

Poly-Play DDR Spielekonsole

Besonders blieb mir dabei das oben ausgewählte “Hase und Wolf” in Erinnerung, welches so aussah. Ich muß sagen heutzutage macht das nicht mehr viel her und in meiner Erinnerung scheine ich so einige Pixel bei der Auflösung hinzugedichtet zu haben1 😁

Poly-Play DDR Spielekonsole

Als Hersteller ist angegeben 1986 VEB Polytechnik Karl-Marx-Stadt.

Irgendwie surreal, daß man heutzutage auch eine ganze Horde dieser Spielautomaten auf den meisten tragbaren Smartphones parallel emulieren könnte, ohne daß das Smartphone dabei ins Schwitzen käme.

Auch wenn das Spiel in meiner Erinnerung irgendwie prächtiger daherkam, ist es toll daß uns dank MAME solche Software aus der IT-Steinzeit erhalten bleibt.

// Oliver

PS: Da ich mich wirklich mehrfach pro Jahrzehnt an dieses Spiel erinnert habe, insbesondere vor dem Hintergrund, daß ich mittlerweile selbst programmieren kann, war ich total aus dem Häuschen, als ich es heute entdeckte.

  1. laut MAME 512×265 Pixel []
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Scheiße

Wenn

  • US-amerikanische Whistleblower in Rußland im Asyl sitzen
  • Australische Journalisten unter fadenscheidigen Gründen im Hochsicherheitsknast sitzen und der Auslieferung in God’s Own Country™ harren und wertewestliche Journalistenkollegen überwiegend schweigen
  • AfD-Mann Gauland eine vernünftige Rede hält
  • die Grünen sich endlich ein zweites Mal als NATO-Olivgrüne outen
  • einem Alice Schwarzer plötzlich sympathisch wird
  • … und in einer Debatte mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann geradezu eloquent deren NATO-Propaganda bloßstellt1

… dann merkt man, daß im Wertewesten irgendwas nicht stimmt. Oder um es mit britischem Humor einer meiner Lieblings-Britcom-Duos auszudrücken: Are we the baddies?

  1. Siehe hier []
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Herr Lobo hatte wieder einen Preßvorgang

… und der Spiegel — Sturmgeschütz der NATO-Narrative — macht seinem Namen als Presseorgan alle Ehre und gibt das Abgesonderte als Kolumne wieder. Und das auch noch ausgerechnet am 20.4. … aber das kann ich auch: 8.5.!

Was man von seinem Abgesonderten zu denken hat, kann man schon erahnen wenn Herr Lobo bereits im ersten Absatz Mahatma Ghandi als “sagenhafte Knalltüte” tituliert.

Aber es ergeben sich auch Fragen. Er meint beispielsweise auf ein Zitat von Michael Müller (SPD):

Schnell? Also bereits nach wenigen Zehntausend Toten, gefolterten, vergewaltigten, ermordeten Zivilist*innen, massenhaften Kriegsverbrechen?

Geht es Herrn Lobo hier um die ukrainischen Staatsbürger1 welche im anfangs euphemistisch Anti-Terror-Operation getauften2 innerukrainischen Konflikt Dank ihrer eigenen Regierung gestorben sind? Nach UN-Zahlen sind wir aktuell bei etwa vierzehntausend Ukrainern?

Ich vermute eher nicht, denn der Konflikt wurde von unseren Medien — auch dem Spiegel — maßgeblich ignoriert und totgeschwiegen3 oder davon allenfalls spärlich und tendenziös berichtet. Und jene Ostukrainer wurden häufig einfach als Separatisten, Aufständische oder schlimmeres tituliert, ohne die Entstehungsgeschichte und Hintergründe zu beleuchten. Diese Ukrainer waren in den Augen ihrer eigenen Zentralregierung in Kiew bereits keine Ukrainer mehr4 und mehrheitlich auch nicht in den wenigen Berichten die sich dazu in unseren Medien finden lassen. Seitens der ukrainischen Nationalisten und Nazis waren sie ohnehin seit jeher Russen und damit der Feind. Also sind diese getöteten (Ost-)Ukrainer wohl nicht gemeint. Woher stammen also diese Zahlen, die ich zuvor in dieser Höhe noch nirgends finden konnte? … und auf welche Opfer beziehen sie sich?

Nun ja, ich denke als Lumpenpazifist habe ich eine gewisse Ahnung woher die Zahlen stammen könnten. Vielleicht aus dem NATO-Hauptquartier? Oder eher mittelbar aus deren Presseorganen? Da kann ich mit NATO- und Rüstungsapologeten wie Herrn Lobo natürlich nicht mithalten. Solche fragwürdigen Kontakte habe ich natürlich nicht.

Kriegsverbrechen gibt es in jedem Krieg, das ist eine Binsenweisheit. Komm und sieh. Nur traue ich den Tschetschenen die auf russischer Seite kämpfen ebenso wie den Georgiern auf ukrainischer Seite und den reinrassig-ukrainischen Nazis aus den Regimentern/Bataillonen Ajdar5 und Asow Kriegsverbrechen der schlimmsten Art zu. Teils sind solche auch schon aktenkundig und ihre “Reputation” eilt ihnen voraus. Und wie bei allen kriegsgeilen Idioten rühmen sich beide Seiten auch noch mit ihren Untaten, teils in den sogenannten sozialen Medien. Wer das nicht glaubt, darf einschlägige Kanäle und Webseiten gern einmal frequentieren — Sprachkenntnisse vorausgesetzt. Aber bei den teils doch sehr ausdrucksstarken Bildern sind Sprachkenntnisse auch nicht immer notwendig. Ich habe mal ein paar Tage auf beiden Seiten mitgelesen und war schockiert. Die Barbarei, welche man hierzulande6 gern allein Rußland zuschreibt, grassiert ebenfalls unter den kriegsgeilen Idioten unter den Ukrainern und jenen die auf ihrer Seite kämpfen. Außerdem befürchte ich, den getöteten Menschen ist am Ende ihres Lebens herzlich egal von welcher Seite der Schuß abgegeben wurde.

Nur eines fragte ich mich bei und nach der Lektüre seines … Ergusses … ob und wie sehr der Autor sein Kind liebt, welches er laut Wikipedia-Artikel hat. Meine Frage zielt darauf ab, ob dem Autoren nicht klar ist daß Berlin im Falle der nuklearen Apokalypse sicherlich von gleich mehreren nuklearen Sprengköpfen verheert würde7. Wenn erst einmal im eigenen Berliner Bezirk die Atompilze sprießen, hilft auch keine coole Sonnenbrille, Irokesenschnitt und “Lumpenpazifisten!”-Gezeter mehr. Und vermutlich ist es einem — falls man es überlebt — in diesem Fall auch auf absehbare Zeit recht egal welche Seite zuerst auf den Knopf gedrückt hat.

Ich weiß jedenfalls, daß mir herzlich egal wäre wer auf den Knopf gedrückt um mich und meine Familie zu vernichten, oder schlimmer zu verletzen, auseinanderzureißen oder bis zum Lebensende leiden zu lassen.

Ich mag jene Ukrainer die ich kennenlernte als ich dort studierte und auch die meisten welche nach meiner Rückkehr dazukamen. Ich mochte ihre Art und wie auch in der russischen Alltagssprache das als H gesprochene G als sympathische Eigenheit durchschien. Ich mochte nicht die verbreitete Korruption, welche ich bereits in den ersten Wochen vom feinsten zu spüren bekam. Als ich dort studierte, gab es diese Animositäten zwischen Russen und Ukrainern noch nicht in der Form die mittlerweile seit einigen Jahren üblich war. Das lag sicher auch daran, daß ich nicht in den ehemaligen und neuerdings wieder neu erblühten Bandera-Hochburgen weilte und ohnehin damals die Zukunft noch rosiger aussah, vor “9/11”.

Aber genau deshalb will ich nicht, daß die USA und deren NATO-Lakaien ihren Stellvertreterkrieg bis zum letzten Ukrainer und der totalen Zerstörung dieses Landes in die Länge zieht.

Und wie ein Kompromiß aussehen könnte, wollte Herr Lobo wissen. Nun geht man von den Bekundungen beider Seiten bis etwa Ende März aus, war klar wie der aussehen könnte. Und hätte man sich, statt den großen Plänen von Scharfmachern ala Zbigniew Brzesinski, George Friedman und der RAND Corporation zu folgen, nur ein einziges Mal ernsthaft mit den — damals noch moderateren — Forderungen der Russen auf diplomatischem Parkett auseinandergesetzt, hätte es zum Krieg nicht kommen müssen. Aber wen juckt in den USA schon die Ukraine? Außer vielleicht als Figur auf dem großen Schachbrett Brzesinskis?! Das sogenannte Hilfspaket — alias Sozialismus für die US-Waffenindustrie — welches Biden ausgerechnet am 9.5. zu unterzeichnen gedenkt, wurde bereits im Januar 20228 angeleiert und wird Generationen von Ukrainern in Schuldenabhängigkeit stürzen9. Beim IWF und der Weltbank haben die Sektkorken vermutlich ohnehin bereits geknallt, ebenso wie in den Villen der Rüstungsindustriellen. So ist niemandem geholfen, außer der Waffenindustrie und den US-Interessen.

Schön, daß der Spiegel NATO- und Rüstungslobbyisten wie Herrn Lobo ein Forum gibt. Das diente der Abbildung der Meinungsvielfalt, kämen nicht geradezu immer die Sichtweisen und Argumente der so betitelten Lumpenpazifisten zu kurz.

// Oliver

PS: 2009 war ich zuletzt in der Ukraine. Heute würde ich mich nicht mehr hintrauen. Das galt übrigens bereits vor dem 2022-02-24. Wer die Entwicklungen dort, insbesondere seit 2013, verfolgt hat könnte eventuell eine Idee haben warum dem so ist.

  1. inzwischen teils, passend zur Alltagssprache, mit zusätzlicher russischer Staatsbürgerschaft []
  2. ja, nicht nur die Russen können Euphemismen für Gewaltanwendung []
  3. Stichwort: Lückenpresse []
  4. ziehen lassen wollte man sie aber offenbar auch nicht []
  5. Ajdar wird ja gern heutzutage vergessen, warum auch immer []
  6. und seitens ukrainischer Regierungsvertreter und -berater []
  7. Ich würde sogar stark davon ausgehen, daß dies nicht exklusiv aus östlicher Richtung geschähe. []
  8. Gibt das jemandem zu denken? []
  9. Ein Land welches schon jetzt mit – je nach Schätzung – 48, 80 oder gar 90% des Bruttoinlandsprodukts verschuldet ist []
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FLOSS-Developers gone bonkers?

So as I understand under the hashtag #StandWithUkraine some idiots have started supply-chain attacks, targeting Russian and Belarussian targets. I’ll leave the exercise to find the respective repos on GitHub to the inclined reader.

Has everyone gone bonkers now?

Aside from affecting the wrong people (full quote of the text at the bottom of this post) it also raises other questions. I wonder who is using 7-Zip for example?! Last time I checked it was fairly popular, given its excellent support for a multitude of archive formats. Not that I consider someone who came up with this clever software idiotic enough to pull the same disastrous “pranks” as those mentioned above, but imagine if the author of 7-Zip decided to delete data based on the geo-located IP of the user or the user’s locale? … or how about instead more subtly corrupting the data … or corrupting and not reporting it when unpacking files? Imagine Russian FLOSS developers were as reckless and unprofessional as their virtuous counterparts elsewhere …

There is plenty of software out there written or maintained by Russian developers. And while I agree with the sentiment, that if you don’t pay for it you shouldn’t place demands, it’s a wholly different story for FLOSS developers to callously and wantonly wreak havoc like that.

This may very well become a selling point for proprietary software. While not necessarily more secure, the fact that there is a paid business relationship with the maker of the consumed library/software may seem to provide assurances FLOSS no longer can, because of idiotic actions of certain FLOSS contributors. Trust built over decades can be quickly lost. But can it be regained? … and how fast?

// Oliver

PS: the quote from said NGO (link above), reproducing all spelling issues verbatim:

We are an American NGO based in Washington, D.C. that monitors human rights infringements by authoritarian regimes in Belarus, Russia and other post-Soviet states. Since our start in 2014, we have been in contact with over 2,500 whistleblowers that provided us with detailed reports on various kinds of abuse happening there.

Due to internet censorship there, one of the web services used to contact us securely was hosted on servers located inside Belarus. Normally, we backup the received content to an external server on 20th day of every month, as this is reasonable given the volume we usually get, but since the start of the invasion on February 24th, traffic to our web service has increased over fiftyfold. Our staff has been working round the clock to accomodate the influx and during one of their tasks, package containing node-ipc module was updated on a production server, which resulted in executing your code and wiping over 30,000 messages and files detailing war crimes commited in Ukraine by Russian army and government officials. Due to the way the files were stored on the server, we are not able to recover any data and it’s most likely gone forever. For some of the senders, this might as well have been their last contact with the outside world, as many of them were front-line soldiers that could’ve been killed in action during the offensive.

Personally, me and my colleagues are absolutely devastated. All I can say that your little shenanigan did more damage to us than Putin or Lukashenka ever could. Profesionally, our counsel suggested filing criminal charges federally and it’s likely we’ll be proceeding this way.

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Fun times

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Geschäftsidee, suche Investoren!

USB-betriebene Raspel welche Nudeln die aus Hartweizengrieß hergestellt wurden in 405er Weizenmehl verwandelt1. Jetzt wo es schon seit mehreren Wochen kein Mehl mehr zu kaufen gibt (nicht einmal mehr Bio oder Vollkorn 😁), dürfte es eine Nachfrage für ein solches Gerät geben.

Einmal auf den Markt gebracht, wird das der Renner. Aber dran denken: vorher Nudeln horten. Ansonsten wird’s auch nix mit dem Mehl.

Den Mehlhamstern unter meinen Mitbürgern wünsche ich weiterhin gutes Gelingen bei der Zubereitung des Ölteigs mit reichlich Jodsalz. Aber bitte dran Denken: Duck & Cover gilt auch für den Teig, sonst wird die Kruste zu knusprig.

Tschüssi, mit Zwinker-Smiley.

  1. Ja, ich lege mich fest: es muß 405er rauskommen! []
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Dem Tschaikowski, diesem Schurken haben wir’s gegeben!

Tschaikowski war Russe. Das ist schlimm und sehr böse von ihm. Wer seine Musik mochte oder mag, ist ein Unhold und hat bereits die Vorstufe zum Kriegsverbrecher erklommen. Bisher ist auch nicht bekannt, daß sich Tschaikowski von Angriffskrieg Putins auf die Ukraine distanziert hat.

Daher ist es nur folgerichtig und allzu verständlich, wenn das Philharmonische Orchester Cardiff1 in Wales die Aufführung seiner Schurkenmusik absagte. Das hat er eben davon, dieser kriegstreiberische Russenkomponist. Hätte er sich wenigstens von Putins Angriffskrieg distanziert, hätte man vielleicht nochmal Gnade vor Recht ergehen lassen können. Aber so hat er halt Pech … kann er mal schön sehen wo die Einnahmen aus Aufnahmen seiner Stücke bleiben! Ha.

Wenn man gegen Rußland und Russen keilt oder alles was aus Versehen die kyrillische Schrift2 benutzt, liegt man aktuell in den Augen der meisten Bewohner des Wertewestens nie falsch. Dirigenten, Sänger, Künstler, Sportler, Katzen – wer sich nicht bei drei von Putin distanziert hat, ist weg vom Fenster.

Aber Vorsicht! Daß im griechischen Parlament bei Selenskyjs Rede zwei angeblich griechischstämmige Kämpfer des berüchtigten ukrainischen Naziregiments Asow — einer davon vermummt (!) — auf Russisch zu Wort kamen, ist etwas anderes. Berichtet wird darüber ohnehin nur in griechischen Medien oder in Südamerika; sicher nicht in deutschen Nachrichten. So gesehen läuft der gemeine Wertewestler kaum Gefahr in Verlegenheit zu kommen hier zwischen gesundem Russenhaß und vorsichtigerer Ukrainesolidarität abwägen zu müssen. Denn nur weil diese griechischstämmigen Ukrainer aus Mariupol Russisch sprechen, sind die keine Putinversteher oder gar -befürworter. Oh nein! Die können noch differenzieren. Nazis sind die übrigens auch keinesfalls, denn Selenskyj hat jüdische Vorfahren (q.e.d.). Die zackige Wolfsangel, die SS-Runen, die schwarze Sonne und die Hakenkreuze werden vom Regiment Asow auch rein allegorisch als Symbole für den ukrainischen Freiheitskampf eingesetzt. Einfach mal den großmäuligen ukrainischen Botschafter in Deutschland fragen, der weiß euch einzunorden euch das einzuordnen.

Außerdem, hat ja nicht jeder so viel Zeit erst einmal Ukrainisch zu lernen, wie der ehemalige Präsidentendarsteller und aktuelle Präsident Selenskyj während seines Wahlkampfs vor der aktuellen Amtszeit 😉 … oder dessen Vorgänger, der schon hin und wieder Schwierigkeiten hatte sich an einzelne ukrainische Worte zu erinnern. Kann schon einmal passieren, wenn man sehr gestreßt ist. Das bedeutet sicher nicht, daß Poroschenko — wie ich das vor über zwanzig Jahren im heutigen Dnipro in der Ukraine erlebte — im Alltag ansonsten Russisch spricht/sprach. Oligarchenehrenwort!

Daß der Russe wieder Feind ist und vor der sprichwörtlichen Tür steht — diesmal ohne
“Milchschnjiähtte” — gibt dem Tag Struktur und erleichtert die Orientierung im Alltag. Beim Kauf von Mehl oder Speiseöl hingegen, hilft es einem nicht. Jedoch wünsche ich allen meinen Mitbürgern, die ihren Ölteig im Widerschein der Atompilze genießen, gutes Gelingen und Wohlschmecken! Und dran denken: reichlich Jodsalz verwenden.

// Oliver

Sachdienlicher Hinweis: die obigen Wikipedia-Verweise mögen allein der weiteren eigenen Recherche dienen. Wikipedia-Artikel über politisch relevante Themen sind seit Jahren nicht mehr enzyklopädisch-neutral, sofern sie es je waren. Aber wie wir unlängst aus einem Poroschenko-Interview (zusammenfassende Überschrift des ZDF: “Trauen Sie Putin nicht”) erfuhren, sind die alten Sünden ohnehin angesichts der russischen Invasion vergessen. Schwamm drüber. Oligarchenehrenwort!

  1. Cardiff Philharmonic Orchestra []
  2. … nehmt das Bulgaren und Mongolen! []
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“Es braucht eine staatliche Hass-Ampel”

Es braucht eine staatliche Hass-Ampel

Wo man sieht was man so richtig ungestraft hassen darf bei der aktuellen Propagandawetterlage. Sonst wird es verwirrend.

— FischX

Letztens gelesen im Heise-Forum.

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Zwei weitere

… lesenswerte Kommentare

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Spricht mir aus der Seele

„Bitte nicht schießen!“ – Krieg ist kein Ponyhof, doch Ponyhof ist Krieg: Ein aktuell nötiges Traktat gegen Maulhelden und Schreibtischtäter jeglicher Couleur. aus der Kolumne „Die Wahrheit“ in der TAZ.

Ich habe mich probeweise einmal in ein paar soziale Medien begeben um den “Puls” der ukrainischen, russischen und westlichen Volksseelen zu fühlen. Es ist schockierend wie bellizistisch es auf allen Seiten zugeht und wie sehr das Töten verherrlicht wird. Diese Verrohung widert mich an.

// Oliver

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“Die Ukraine unter Präsident Selenskyj”

Publikation der Stiftung Wissenschaft und Politik:

Die Ukraine unter Präsident Selenskyj – Entwicklung hin zum »populistischen Autoritarismus«? von André Härtel

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George F. Kennan, 1997-02-05

A fateful error

Excerpt:

The view, bluntly stated, is that expanding NATO would be the most fateful error of American policy in the entire post-cold-war era.

An op-ed by George F. Kennan in the New York Times from 1997-02-05.

This was before the first expansion of NATO after 1990!

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Dialektik nach der Zeitenwende

  • diplomatisch: “Das wird Rußland ruinieren.”, siehe auch feministische Außenpolitik
  • unmöglich: nach Rußland reisen und zu versuchen zu vermitteln ohne vorher Äußerungen zu machen, die das Vorhaben erschweren.
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Chomsky before the invasion started

Noam Chomsky: on the Pandemic, Ukraine crisis & Climate Change

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Frieden schaffen, mit deutschen Waffen

Die deutsche Bundesregierung verfolgt seit vielen Jahren eine gleichgerichtete Strategie in dieser Frage. Und dazu gehört auch, daß wir keine letalen Waffen exportieren.

Olaf Scholz, Januar 2022

Da darf ich Sie darauf verweisen, daß sowohl der Bundeskanzler als auch die Außenministerin in den vergangenen achtundvierzig Stunden — glaube ich — relativ klar die Position dieser Bundesregierung deutlich gemacht hat; und die heißt daß keine letalen Waffen geliefert werden. Das war in der Vergangenheit so, das war in vorherigen Administrationen so und ist auch in dieser Regierung so.

Steffen Hebestreit (Regierungssprecher), 2022-01-19

Die Bundesregierung hat seit vielen Jahren einen klaren Kurs, daß wir nicht in Krisengebiete liefern und daß wir auch keine letalen Waffen in die Ukraine liefern. […] Das hat schon meine Vorgängerin so gehalten, und das war richtig. Und das bleibt auch richtig.

Olaf Scholz, Februar 2022

  • Heuchelei, die (Substantiv, feminin): Zustand wenn Russen vergangene Versprechen aufgrund einer neuen Sachlage über Bord werfen
  • Stärke, die (Substantiv, feminin): Zustand wenn die deutsche Regierungsmitglieder aufgrund einer neuen Sachlage ihre Versprechen über Bord werden
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Nachschubgebiet

Putinversteher, dieser Kampfbegriff wird gern und oft benutzt dieser Tage. Unter anderem auch von BlackRock-Zäpfchen Friedrich Merz heute Morgen im Bundestag. Nun gibt es ja in der Tat Menschen die versuchen jegliche Aktionen Putins zu entschuldigen. Dabei ist ein Angriff wie er aktuell in der Ukraine läuft unentschuldbar. Ebenfalls werden aber auch jene mit diesem Kampfbegriff bedacht, die sich die einseitige und geschichtsvergessene “Berichterstattung” — sofern man das so nennen will — über die Hintergründe von Putins Handeln nicht gefallen und diese Hintergründe nicht unerwähnt lassen wollen.

Die Regierungsrede von Scholz war sicher gut gemeint und war, bis auf einige Stotterer, auch gut vorgetragen; aber nach all den Demütigungen und gebrochenen Versprechungen des Wertewestens gegenüber Rußland auch ein Zeichen dafür, daß man in höchsten Kreisen beschlossen hat alles zu ignorieren was von westlicher Seite über drei Jahrzehnte schief lief.

Angenehmer fand ich da Klaus von Dohnanyi bei Maischberger der erstens sicher unverdächtig ist Parteigänger Putins zu sein und zweitens deutlich überlegtere Argumente vorbrachte als sein Gegenüber Rüdiger von Fritsch, dem offenbar die Gesprächsnotizen zu den Zusicherungen seitens des Westens an die UdSSR nicht bekannt sind, oder der sie willentlich ignoriert. Continue reading

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