Socialist America under Trump

Let us spell it out:

E X P R O P R I A T I O N

Yes, expropriation. Remind me, wasn’t that a common practice in what some more uneducated Americans would call communist countries1?

Expropriation is the playbook according to which Trump is playing with TikTok. And the whole thing reeks of what the following German proverb embodies: Was ich selber denk und tu, trau ich auch dem Andern zu.2.

If Trump alleges that TikTok, owned by Chinese company ByteDance, could be forced to reveal details about communication of US persons under Chinese law, he’s merely accusing them of a practice that has been prevalent for a long time in the US and – until Snowden blew the whistle – was practiced in secrecy for the most part. So I’m not exactly sure what the issue here is, but whenever dabbling in international affairs it seems the US reserves special rights for its own citizens while trampling on the rights of the rest of the world3. Now that in turn reminds me of a concept from the dark ages of Nazi4 Germany: Herrenmensch. America, where are you headed? 🤨

// Oliver

  1. Obviously the closest that ever existed to real Communism was the War Communism in the 1920s under Lenin, perhaps with the exception of much smaller scale local experiments. But that doesn’t prevent average Americans and politicians speaking of socialist countries as if they were communist countries. Oh well. []
  2. The meaning translates best to: That which I do and think myself, I will also readily accuse others of. … but the literal translation would be more come to expect of others instead of accuse others of. []
  3. examples: FISA, ASPA, the Assange extradition case []
  4. What was the expanded form of the abbreviation Nazi again, remind me?! 🤨 … any similarities with the heading of this post are pure coincidence. []
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Free Assange

There’s little to say about this, although I could go on for hours about it:

One of the best ways to achieve justice is to expose injustice.

Julian Assange

While the claims by US officials that Julian Assange’s publication of the Iraq War documents and the Afghan War documents have cost the lives of informants have been debunked and many other claims against him as well, the slanderous and political campaign against Assange goes on. For exposing war criminals, mind you. And if that’s how we’re counting, I’m wondering how many lives Assange and Manning have ultimately saved by exposing the war criminals.

So the US wants to extort … excuse me … have Assange extradited from the UK based on questionable claims, while Assange is held in a high security prison in solitary for jumping bail, for a case that isn’t even pending any longer in Sweden. And before he was moved to the prison, he held out at the Ecuadorian embassy in London for almost seven years, under conditions that have been described multiple times as amounting to psychological torture.

And if it is allowed to go on it means that any journalist from anywhere in the world can be tried as alleged spies under a law that is highly controversial and was created during times of oppression in the US.

Think about it, Saudi Arabia trying a foreign journalist for disclosing details about the Khashoggi case and seeking extradition? How – in its essence – is the case of Assange any different? Would you look at it differently if it was Saudi Arabia seeking extradition of said journalist? Well, perhaps then you should rethink your position on what journalism is and work on your biases1.

// Oliver

  1. Oh and don’t come at me with hogwash about rule of law in the US or democracy, I may end up laughing you off, seriously! []
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Spannend, wie negative Rezensionen bei Amazon.de einfach nicht freigeschaltet werden

Gibt man eine positive Rezension f√ľr ein Produkt ab, so wird diese quasi umgehend freigeschaltet. Bei negativer Rezension scheint es vorzukommen, da√ü diese nie freigeschaltet wird. Wohl in der Hoffnung, da√ü man vergi√üt wann, ob und wof√ľr man eine Rezension verfa√üt hat.

Nunja, ist auch eine Form der Ehrlichkeit (oder auch nicht), werde mir also gut √ľberlegen ob ich die Zeit f√ľr Rezensionen noch investiere und genauer bei Rezensionen Dritter hinschauen.

√úbrigens wurde mir unl√§ngst unaufgefordert von einem Verk√§ufer eines Produktes eine R√ľckerstattung des Kaufpreises angeboten, wenn ich doch meine negative Bewertung entfernen w√ľrde. Wie die an meine Emailadresse kamen, ist mir unbekannt. Eigentlich kann das ja nur via Amazon passiert sein. Jedenfalls sch√§tze ich diese Form der Kontaktaufnahme nicht und habe die Emails ignoriert, aber meine Rezension nochmals angepa√üt und um die Information zu der unliebigen Kontaktaufnahme erg√§nzt.

// Oliver

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Kleinigkeiten f√ľr Eltern

Kind kommt bald, was nun? Hier ein paar Hinweise und Kniffe die ich als Vater zum Teil m√ľhsam lernen mu√üte. Nicht bei allen mu√üte ich es lernen, bei einigen half mir im Nachhinein die Tatsache, da√ü ich lieber im Voraus plane.

  • Jahresabo bei test.de (Stiftung Warentest) um sich √ľber allerlei Produkttests f√ľr Kinderprodukte schlauzulesen. Das lohnt sich in jedem Fall, denn bei der Sicherheit meines Kindes will ich keine Kompromisse eingehen und wer billig kauft kauft mehrmals.
  • Ratschl√§ge von anderen anh√∂ren und √ľberdenken, aber nie blindlings aufgreifen. Alle Kinder sind anders. Manche sind pflegeleichter und manche ziemliche Stre√üfaktoren im Leben der Eltern. Hier zu meinen es g√§be Einheitsrezepte ist bestenfalls naiv. Auch ist es so, da√ü sich die Ratschl√§ge von Kinder√§rzten zum Teil widersprechen. Daher ruhig nachhaken und dann eine eigene Meinung bilden — gegebenenfalls mithilfe von Fachliteratur.
  • Kind — welches noch nicht der Sprache m√§chtig ist — schreit: Pr√ľfen ob Hunger, volle Windel oder M√ľdigkeit (oder alles) vorliegt.
  • Kind trinkt nicht. Probiert andere Sorten von Flaschen bzw. Aufs√§tzen. Wir haben uns durch vier oder f√ľnf Marken bzw. Modelle durchprobiert bis es klappte. Und da sind jene in der Klinik noch nicht mitgez√§hlt.
  • In den ersten Monaten hat sich bei uns ein Babynest bew√§hrt. Es bildet eine Barriere zum Kind, w√§hrend das Kind im Bett der Eltern schl√§ft. Bei uns schlief sie zwischen unseren Kopfkissen. Durch die Barriere wird verhindert, da√ü das Kind zugedeckt wird oder man darauf rollt. Au√üerdem kann ein Kind so schnell beruhigt werden, sobald es unruhig wird. Gerade solange unsere Tochter noch in der Nacht gef√ľttert werden mu√üte, hat sich das gut bew√§hrt. Aber nicht vergessen: irgendwann sollte das Kind auch im eigenen Bett schlafen. Bei uns war das nach einem knappen Jahr der Fall, wenn ich mich recht entsinne.
  • In den ersten zw√∂lf bis 18 Monaten ausschlie√ülich einen Schlafsack verwenden. Das Kind im Schlafsack ins Babynest oder ins eigene Bett legen. Kein Kopfkissen, keine Bettdecke oder andere Decken, keine Kuscheltiere. Dies beugt nachweislich dem pl√∂tzlichen Kindstod in diesem Altersbereich vor.
  • Windel wird gewechselt und das Kind mit einer Wundschutzcreme eingecremt. Anfangs hatte ich den Dreh noch nicht ganz raus und nahm immer ein Tuch um die restliche Creme abzustreifen. Dabei ist es doch so einfach: die restliche Creme auf der Innenseite der frischen Windel abstreifen.
  • Da Kinder in den Anfangsmonaten viel Zeit im Liegen verbringen, sollte man daran denken √ľber ihnen etwas Abwechslung zu bieten: beispielsweise Mobiles. Das bietet sich auch insbesondere √ľber dem Wickeltisch an, um das Kind abzulenken.
  • Das Kind l√§uft! Supi. Dann hoffen wir mal, da√ü es zuvor mindestens — von den Anf√§ngen bis zu ersten Laufversuchen — gekrabbelt ist1. Das Krabbeln ist wichtig f√ľr die Ausbildung der Muskeln des Schulterg√ľrtels. Kinder die nicht genug gekrabbelt sind oder direkt zum Laufen √ľbergehen, haben sp√§ter Probleme mit der Feinmotorik. Das l√§√üt sich unter anderem an Schwierigkeiten beim Schreiben in der Schule und am Schriftbild erkennen. Wenn man es aber vorher wei√ü, kann man sich an den Kinderarzt wenden und eine Physiotherapie bekommen, welche die zuk√ľnftigen Probleme deutlich abmildern kann. Es ist faszinierend — und traurig — wieviele Eltern zu sp√§t zu Arzt und/oder Physiotherapeut gehen. Da bekommt man als Eltern eines extremen Fr√ľhchens nat√ľrlich mehr Hilfestellungen und Hinweise. Die k√∂rperliche und kognitive Entwicklung sind jedenfalls eng verkn√ľpft.
  • Euer Kind hat eine Vojta-Therapie verschrieben bekommen. Vojta ist — zu Unrecht — verrufen als brutal. Der Grund ist, da√ü das Kind w√§hrend der Therapie meist vor Anstrengung schreit. Es hat ja auch keine andere Methode zur Kommunikation au√üer Lachen, Schreien und derlei mehr. Das Problem ist nur, da√ü Eltern solcher Kinder das Schreien leider mi√üverstehen als Ausdruck von Schmerzen. Au√üerdem f√ľrchten viele Eltern, da√ü ihnen die Kinder diese vermeintliche brutale Behandlung — denn als Eltern mu√ü man selbst die Voijta-Therapie anwenden, regelm√§√üig begleitet von Physiotherapeuten mit entsprechender Ausbildung — √ľbelnehmen. Das war bei unserer Tochter nicht der Fall und laut Physiotherapeutin auch noch nie bei anderen Kindern. Es k√∂nnte aber sein, da√ü die Kinder einem im Erwachsenenalter verbaute Chancen √ľbelnehmen, weil man als Eltern aufgrund von Vorurteilen die Vojta-Therapie schleifenlie√ü. Wie schon geschrieben: k√∂rperliche und kognitive Entwicklung gehen Hand in Hand.
  • Vorlesen ist wichtig. Das sagt die Stiftung Lesen. Aber als bibliophiler Vater, war Vorlesen bei mir auch ganz ohne diesen Rat selbstverst√§ndlich. Man merkt es am Wortschatz und der Ausdrucksweise. Zwar klappt die Benutzung mit knapp vier Jahren auch nicht bei allen Worten und manchmal werden Worte auch nicht ganz korrekt ausgesprochen, aber den Unterschied merkt man dann sp√§testens auf dem Spielplatz im Vergleich mit anderen Gleichaltrigen. Hier eine Zitatauswahl (die Rechtschreibung ist der Aussprache angepa√üt!):
    • “M√§dchen haben einen nackten Bart, Jungs haben einen Gras-Bart”
    • “Schafi, ich hab gegr√∂pst, g’rade”
    • “Wenn du so ein Schweinkram machst, dann nehm’ ich dir das Buntpapier weg.” (zum Kuscheltier)
    • “Heute gab es Spaghetti mit Fleischsuppe und Pommesahne!” (Fleischsuppe = Bolognese, Pommesahne = Parmesan)
    • “Das ist ein M√§dchenkind und das ist ein Jungerekind! Leute gibt’s als M√§dchen und Junge.”
    • “Janumar, Nebrumar, M√§rz, April; die Jahresuhr steht niemals still” (Ausschnitt eines Liedes)
    • “Ich schenk der Uroma … ein gepfl√ľckten Blumen”
    • “Mit Streuseln bitte, Papa.”
    • “Sna Martin” (Sankt Martin; daraus wurden dann auch “Snamarties” f√ľr die bunten Schokolinsen)
    • “Kam√ľtze” (statt Kapuze)
    • Minchen auf dem Weg zu ihrem Tisch mit dem Fr√ľhst√ľcksteller.
      Ich rufe hinterher: “Willst du auch etwas trinken?”
      (Zustimmendes) “Mmmh mmmh”
      Ich daraufhin: “Was m√∂chtest du denn trinken?”
      Sie dreht sich um und sagt keck: “Der Pirat m√∂chte Kiwisaft!” (Kiwisaft sagt sie zu Mandarinensaft)
  • KneeGuardKids. Ich gebe eigentlich auf meinem Blog nur wohldosiert Produktempfehlungen. Nahezu nie. Zwar bekomme ich regelm√§√üig Emails in denen mir “gesponsorte Beitr√§ge” angeboten werden, aber auf derlei Mist lasse ich mich ein. Der KneeGuardKids jedoch ist eine Empfehlung wert. Ich frage mich warum das nicht zur Standardausstattung oder mindestens zu den Standardempfehlungen beim Kindersitzkauf geh√∂rt. Es handelt sich um eine Fu√üst√ľtze mit einer h√∂henverstellbaren Ebene auf denen das Kind die F√ľ√üe abstellen kann. Normalerweise baumeln die Beine ja einfach vom Sitz, was bei manchen langen Fahrten schonmal zu Problemen f√ľhren kann. Daher ist es extrem entlastend f√ľr das Kind und die Eltern, wenn das Kind seine Beine irgendwo aufsetzen kann.
  • Akupressurb√§nder gegen √úbelkeit. Diese B√§nder werden wohl auch Schwangeren empfohlen. Wenn sie wirken, sind sie unschlagbar (und √ľbertreffen die Wirkung diverser Pillen gegen Reisekrankheit um L√§ngen). Wenn sie nicht wirken, hat man leider Pech. Bei uns wirkten sie bei der Schwangeren und jetzt beim Kind. Eine Erleichterung nicht pro Fahrt einmal ein kotzendes Kind zu haben 😉

Das war’s erst einmal. Wenn noch mehr hinzukommt, erg√§nze ich diesen Eintrag.

// Oliver

  1. diese Einschätzung stammt von der von uns sehr geschätzten Physiotherapeutin unserer Tochter []
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iX Kompakt zum Thema Container (2020)

Dieses Heft ist eine pure Enttäuschung, schon kurz nach dem Kauf.

Statt dem Titel “Container – Wege durch den Virtualisierungsdschungel” h√§tte sich angeboten “Container auf Linux – Wege durch den Dschungel gehypter Technologien”. Die Eingrenzung auf ausschlie√ülich Linux w√§re ehrlicher gewesen und die Tatsache, da√ü wichtige Container-Themen √ľberhaupt nicht zur Sprache kommen, l√§√üt mich ein wenig sprachlos zur√ľck.

LXC (und LXD)

So wird LXC zwar einmal erw√§hnt, aber nur als Verweis auf den Ursprung von Docker. Auf die aktuelle L√∂sung in Sachen Systemcontainer1 wird ansonsten nicht eingegangen. Das w√§re n√§mlich wiederum LXC, mit den entsprechenden Werkzeugen der ersten Generation, die auch noch in Proxmox Verwendung finden und das deutlich angenehmer zu verwendende LXD (dessen Befehlszeilentool unter lxc firmiert) wird √ľberhaupt nicht erw√§hnt.

systemd

Zur Containerisierung Рauch mit der Einschränkung auf Linux Рist systemd ebenfalls geeignet. Hier werden auch die verschiedenen Namensräume verwendet, die in den besprochenen Container-Technologien zum Einsatz kommen.

Podman

Podman wird nur in einem Nebensatz erw√§hnt, zusammen mit Skopeo und Buildah, aber ansonsten ist nix zu dem Thema zu finden. Das mag zwar einerseits der Tatsache geschuldet sein, da√ü man die Befehlszeilentools kompatibel sind. Andererseits ist Podman derzeit jenes Projekt das am meisten auf Rootless2 wertlegt und bei dem sich durch das Fehlen eines Daemon wie bei Docker schon gewisse Probleme ergeben deren W√ľrdigung man sich gew√ľnscht h√§tte. Naja, zumindest wurde das nahestehende Openshift gew√ľrdigt.

… naja und BSD findet exakt zweimal Erw√§hnung, beim Thema Jails in zwei aufeinanderfolgenden S√§tzen. Umso ehrlicher w√§re halt eine Eingrenzung des Hefttitels auf Linux gewesen. Windows findet zwar √∂fter eine Erw√§hnung, aber eher so im Sinne von “k√∂nnen mitverwaltet werden”, “laufen nicht auf Linux und umgekehrt” …

Alles in allem ist mir dieses Heft doch deutlich zu kompakt, bzw. zu schmal, ausgefallen. Aber vielleicht ist es ja auch Geschmackssache.

Von der iX erwarte ich mir Рauch als langjähriger Abonnent Рmehr Tiefgang. Der geht aber in der monatlichen Ausgabe auch immer weiter verloren.

// Oliver

  1. im Gegensatz zu Anwendungscontainern []
  2. ein Thema das im gesamten Heft nicht ein einziges Mal Erwähnung findet! []
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Corona-Krise und bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)

Eine Anmerkung zum vorangegangenen Blogbeitrag:

Ich denke aber auch, da√ü es (das BGE) gerade in einem Land wie Deutschland kaum eine Chance auf Einf√ľhrung hat.

In den Jahrzehnten seit den “Samstags geh√∂rt Vati mir”-Kampagnen in der BRD hat sich beispielsweise nichts in Sachen Wochenarbeitszeit getan. Und das w√§re nicht das einzige Thema. Gewerkschaften haben auch nicht mehr den Bi√ü von einst.

Ein angemessen hohes BGE1 w√ľrde extrem in die Machtverh√§ltnisse zwischen sogenannten Arbeitgebern2 und sogenannten Arbeitnehmern3 eingreifen. Und zwar zuungunsten der sogenannten Arbeitgeber. Pl√∂tzlich erg√§ben sich interessante Konstellationen die auch zu einer Neuverhandlung von Arbeitszeiten und deren Flexibilit√§t f√ľhren d√ľrften.

Angesichts der vielfach beschworenen vielfach gesteigerten Produktivit√§t in all den Jahrzehnten seit den “Samstags geh√∂rt Vati mir”-Kampagnen, w√§re dies nur recht und billig. Von der Digitaldividende haben wir da noch nicht geredet. Die Idee dahinter ist – grob gesagt – da√ü mechanisierte Arbeit ebenb√ľrtig zu menschlicher Arbeit besteuert wird und dies als Dividende an jene ausgesch√ľttet wird die – um es mit Marx zu sagen – keine Produktionsmittel ihr eigen nennen.

Pl√∂tzlich w√ľrde man sich nicht mehr die Standpauke einer F√ľhrungskraft, die nicht f√ľhrt und ihre Richtungslosigkeit so kaschiert, mehrfach antun. Da die Existenz nicht durch den Verlust des Arbeitsplatzes bedroht ist, k√∂nnten die sogenannten Arbeitnehmer freier wechseln oder w√ľrden vielleicht eher einer – zus√§tzlich zum BGE – schlecht entlohnten Arbeit lieber nachgehen als einer gut entlohnten ohne jegliches Sicherungsnetz, bei der sie aber eimerweise Kr√∂ten schlucken m√ľssen.

Da√ü die sogenannte Mittelschicht schon seit Jahren kaum mehr R√ľcklagen bilden kann, Mietpreise explodieren und die H√∂chststeuers√§tze schon seit Ewigkeiten von immer mehr Normalverdienern gezahlt werden – weil die Steuerregelungen nicht an die Inflation angepa√üt wurden – hatte ich schon erw√§hnt?

Menschen die Arbeit – gesellschaftlich relevante Arbeit – verrichten w√ľrden pl√∂tzlich √ľberhaupt erst einmal daf√ľr entlohnt. Seien das die vielen Freiwilligen in Vereinen und anderswo oder die Mutter welche den Haushalt schmei√üt und vielleicht auch die Kinder erzieht. Da Renten entfallen und durch ein BGE ersetzt w√ľrden, k√§me es auch nicht zu Ungerechtigkeiten bei den Rentenanspr√ľchen solcher M√ľtter (Stichwort: Steuerklassen in der Ehe).

Lustigerweise sagt – je nach Umfrage in verschiedener Verteilung – die Mehrheit, da√ü unsere Gesellschaft nicht daf√ľr bereit sei. Man selbst sei zwar bereit weiterhin zu arbeiten anstatt auf der faulen Haut zu liegen, aber nimmt von den anderen an, da√ü dies nicht der Fall sei.

Da trieft diese √ľberkommene lutherische Arbeitsmoral aus allen Poren, die endlich auf den M√ľllhaufen der Geschichte entsorgt geh√∂rt und welche M√ľntefering – SPDler aus den Jahrzehnten vor dem zweiten Weltkrieg rotieren dabei so schnell in den Gr√§bern, da√ü sie die L√∂sung der Klimakrise bieten k√∂nnten – einst so sch√∂n auf den Punkt brachte: “Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen” […] “Nur wer arbeitet, soll auch essen.”. Dieser Dummschw√§tzerei halte ich entgegen:

Das Problem ist nicht allein Arbeit. Sogar Sklaven hatten Arbeit. Das Problem ist Einkommen.

Jim Hightower

Aber das m√ľ√üte einer erstmal dem Arbeitsminister und √§hnlichen Figuren verklickern. Viele w√ľrden wohl liebend gern ein paar Wochen daheim in Quarant√§ne bleiben, wenn dadurch nicht die Existenz der Familie dadurch gef√§hrdet w√§re, weil – sofern man nicht Homeoffice in Anspruch nehmen kann – das Einkommen wegbricht.

Nein, mit der aktuellen Lobby und unseren “Christen” in den Schaltzentralen der Macht ist eine Weiterentwicklung unserer Gesellschaft nicht denkbar. Stattdessen gelten die marktradikalen Ideen der Mont P√®lerin Society als unantastbares Heiligtum aktueller Politik.

// Oliver

  1. Nein, beim BGE geht es gerade nicht um einen Mindestlohn oder √§hnliches … und ja, es gibt durchaus ungekl√§rte Fragen wie zum Beispiel jene danach ob ein solches BGE nicht regional angepa√üt werden m√ľ√üte []
  2. Eigentlich gibt die heutzutage Arbeitgeber genannte Gruppe ja die Arbeitsstelle, die Arbeit gibt der sogenannte Arbeitnehmer und bekommt daf√ľr Geld. Angemessener w√§re also der Begriff Geldgeber, oder meinetwegen Brotgeber, f√ľr das was heute landl√§ufig als “Arbeitgeber” bezeichnet wird. []
  3. Der sogenannte Arbeitnehmer ist eigentlich eher ein Geldnehmer, bzw. der eigentliche Arbeitgeber. Denn die Arbeitsleistung – kurz Arbeit – wird immer von dieser Seite erbracht. Wie asozial – im Wortsinn – unsere aktuelle Umgangssprache ist, erkennt man allerdings schon an anderen Stellen. Besonders einpr√§gsam ist die Bezeichnung “asozial” und die Abwandlung davon: “Asi”. Hiermit werden nicht etwas die im Wortsinne asozial handelnden B√ľrger oder Firmen bezeichnet, sondern sozial Schwache und ohnehin schon stigmatisierte Personengruppen. Steuerhinterzieher sind eigentlich asozial. Man k√∂nnte also gewisse Promis als Asis bezeichnen, aber doch bitte nicht die alleinerziehende Mutter welche Hartz IV beziehen mu√ü um √ľber die Runden zu kommen. []
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Kann es sein, da√ü gewisse Menschen ein Problem mit “bedingungslos” haben?

Bei Aspekte wurde diese Petition erwähnt.

Ich bin nun seit Jahren ein Verfechter von bedingungslosem Grundeinkommen (BGE) und halte es f√ľr durchaus finanzierbar, aber die Crux beim bedingungslosen Grundeinkommen ist, da√ü es bedingungslos jedem zusteht. Zitat:

Olaf Scholz, wir brauchen sofortige Finanzhilfen f√ľr Freiberufler und Menschen aus der Kreativszene, z.B. in Form von:

  1. Unb√ľrokratischen √úberbr√ľckungsgeldern z.B. in Form eines tempor√§ren (bedingungslosen) Grundeinkommens

Findet den Fehler!

Das ist leider das Gegenteil eines bedingungslosen Grundeinkommens. Und lustigerweise gerade aus Kreisen die gern Solidarit√§t einfordern, diese aber eher selten zu geben bereit sind. “K√ľnstler” bzw. “Kreative” – als Softwareentwickler z√§hle ich offenbar nicht dazu! – finden es bspw. normal auf Jahrzehnte hinaus von den Tantiemen ihrer einmal geschaffenen Werke zu leben. Als Softwareentwickler gibt es f√ľr mich im beruflichen Umfeld praktischerweise Ausnahmen vom klassischen Urheberrecht, welche genau diesen Modus Operandi bei “K√ľnstlern” bzw. “Kreativen” erst erm√∂glichen. Neid? N√∂, ich fordere nur egalit√©, bzw. Gleichbehandlung! Dann gibt’s auch Solidarit√§t meinerseits.

// Oliver

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Die M√ľslifrage ist gekl√§rt!

Wenn M√ľsli 1 mal aus ist, dann gibt’s auch ein M√ľsli 2. Da muss man vielleicht auch als K√§ufer etwas flexibel sein.

Bundesverkehrsminister “Andi B. Scheuert”1 am 2020-03-26

Dumm nur, wenn man unter Nu√üallergien leidet und M√ľsli 2 nur mit N√ľssen daherkommt.

// Oliver

  1. O-Ton des Titanic-Magazins []
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Grundrechte (die zweite)

Schon 2017 hatte ich an dieser Stelle zum Thema Grundrechte ein paar Gedanken zum besten gegeben und damals schon auf George Carlins pointierte Feststellung verwiesen, da√ü es sich bei unseren sogenannten Grundrechten eben nicht um solche handelt, sondern um Privilegien. Er bezieht dies nat√ľrlich auf die USA, aber da der Wertewesten bekannterma√üen von God’s Own Country™ angef√ľhrt wird, sind diese Aussagen durchaus √ľbertragbar. Von mir frei √ľbertragen ins Deutsche1:

Im Jahre 1942 gab es 110000 japanischst√§mmige Amerikaner mit gutem Leumund. Gesetzestreue Leute, die in Internierungslager geworfen wurden, einfach weil ihre Eltern im falschen Land geboren waren. Das ist alles was sie falsch machten. Sie hatten kein Recht auf einen Anwalt, kein Recht auf ein gerechtes Gerichtsverfahren, kein Recht auf ebenb√ľrtige Geschworene, kein Recht auf irgendeine Form von Rechtsstaatlichkeit. Das einzige Recht welches sie hatten war … diese Richtung2 bitte! Ins Internierungslager.

Gerade als diese amerikanischen B√ľrger ihre Rechte am meisten ben√∂tigten … nahm sie ihnen ihre Regierung weg. Und Rechte sind keine Rechte wenn sie jemand wegnehmen kann. Sie sind Privilegien. Das ist alles was wir in diesem Land jemals hatten: eine Liste von vor√ľbergehenden Privilegien3; und selbst wenn Sie die Nachrichten lesen, wenn auch schlecht, wissen Sie, die Liste wird k√ľrzer und k√ľrzer und k√ľrzer.

George Carlin

Privilegien können entzogen werden. So wie das aktuell geschieht. Rechte nicht.

Nicht falsch verstehen, die aktuelle Lage ist durchaus ein Ausnahmezustand im Wortsinne.

Nur ist halt das Problem, da√ü aktuell nicht ersichtlich ist, wie man aus dem Modus der eingeschr√§nkten Grund- und B√ľrgerrechte wieder rauskommen will. Zwar gibt es mittlerweile eine entsprechende Forderung der FDP4 — gerade jener Partei welche, wie sonst nur die AfD5, f√ľr jene marktliberalen Ideen steht, die das Gesundheitssystem in seinen aktuellen bemitleidenswerten Zustand √ľberf√ľhrt haben. Einen Zustand der in Zeiten einer Pandemie alles andere als hilfreich ist. Eine Antwort wie das geschehen soll ohne gleichzeitig der Pandemie Vorschub zu leisten, liefert die FDP aber nicht. Die Politprofis von der FDP wissen halt wie man sein F√§hnchen nach dem Winde h√§ngt …

Es w√§re an der Zeit Automatismen einzubauen welche die aktuell eingef√ľhrten Einschr√§nkungen der Grundrechte wieder aufheben, anstatt im Vagen zu bleiben.

Angesichts tiefbrauner Umtriebe in gewissen Kreisen und blinder Flecke in anderen Kreisen6 d√ľrften anderorts bereits die Messer gewetzt werden und die “Schlafs√§cke” bereitgelegt werden.

Oder um es k√ľrzer zu machen hier ein Zitat eines durchaus umstrittenen Staatsrechtlers aus der Dekade vor der Macht√ľbernahme der Nazis:

Souver√§n ist, wer √ľber den Ausnahmezustand entscheidet.

Carl Schmitt (deutscher Staatsrechtler)

// Oliver

  1. im Original

    In 1942 there were 110,000 Japanese-American citizens, in good standing. Law abiding people, who were thrown into internment camps simply because their parents were born in the wrong country. That’s all they did wrong. They had no right to a lawyer, no right to a fair trial, no right to a jury of their peers, no right to due process of any kind. The only right they had was … right this way! Into the internment camps.

    Just when these American citizens needed their rights the most … their government took them away. And rights aren’t rights if someone can take ’em away. They’re privileges. That’s all we’ve ever had in this country is a bill of temporary privileges; and if you read the news, even badly, you know the list gets shorter, and shorter, and shorter.

    George Carlin

    []

  2. Recht, Richtung usw. haben den gleichen Wortstamm im Englischen. Es handelt sich um einen Wortwitz der nicht √ľbersetzbar ist []
  3. Verweis auf die Bill of Rights []
  4. … √ľberbracht durch Christian Lindner im Bundestag am Mittwoch dem 2020-03-25 []
  5. Ja richtig, auch die AfD steht f√ľr Neoliberalismus, nur eben im nationalen M√§ntelchen. Alte FDP-Granden werden sich noch an die eigene national-liberale Vergangenheit erinnern. []
  6. Tradition ist Tradition … Stichwort: Organisation Gehlen []
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Die Banane der Pandemie: Klopapier

Erinnert sich noch jemand an DDR-Zeiten und wie schwer es war als berufst√§tiger Mensch an die ohnehin knappen exotischen Fr√ľchte zu kommen, wenn man w√§hrend des Arbeitstages keine M√∂glichkeit hatte den Stamm-Konsum oder HO aufzusuchen?

So scheint das aktuell auch mit dem Klopapier zu sein.

Ich frage mich gerade ob wir in K√ľrze auch den Fall haben, da√ü “unter dem Ladentisch” Klopapier f√ľr die Stammkunden bereitgehalten wird. Es gibt ja schon gen√ľgend Wucherer welche ganz offenbar Klopapier gehortet haben und nun zu Mondpreisen verkloppen.

// Oliver

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Hier noch ein schnelles Zitat

… als Beitrag zu der aktuellen Debatte rund um Arbeit in Zeiten der Pandemie:

Das Problem ist nicht allein Arbeit. Sogar Sklaven hatten Arbeit. Das Problem ist Einkommen.

Jim Hightower

Und hier nochmal im Original:

The issue isn’t just jobs. Even slaves had jobs. The issue is wages.

— Jim Hightower

Vielleicht sollten Politiker mal dar√ľber nachdenken,

Oliver

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Nachtrag …

Wie ich unl√§ngst bemerkte, meine ich, da√ü die noch empfohlene1 Abwesenheit der B√ľrger auf den Stra√üen durchaus zu Umsturzversuchen seitens tiefbrauner Gesellen f√ľhren k√∂nnte. Da√ü sie es planen, ist ja nun seit einiger Zeit ruchbar geworden.

Man darf allerdings auch nicht vergessen, daß aktuell das größte Militärmanöver seit mindestens 25 Jahren in Europa stattfindet: DEFENDER-Europe 20.

Dabei kommt es zu Truppenbewegungen und Bewegungen von Milit√§rger√§t in entsprechender Gr√∂√üenordnung. Wenn nicht zum Umsturz, so k√∂nnte dieses Man√∂ver als Tarnung f√ľr andere Zwecke mi√übraucht werden. Gerade unter dem aktuellen narzistischen POTUS, finde ich das nicht allzu weit hergeholt. Hoffen wir, da√ü ich unrecht behalte.

// Oliver

  1. bald erzwungene? []
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Wie stehen eigentlich die Wetten?

Wie stehen eigentlich die Wetten, da√ü die aktuelle SARS-CoV2-Pandemie zu einer weiteren Aush√∂hlung von B√ľrgerrechten und dem Ausbau des Sicherheitsstaates benutzt werden wird?

Mein Tip: es wird zu einem beschleunigten Abbau der B√ľrgerrechte kommen, der auch nicht nur zeitlich auf die Krise begrenzt sein wird. Weiterhin denke ich, da√ü in der aktuellen Krise wieder der Einsatz der Bundeswehr im Innern thematisiert werden wird und eine gesetzliche Legitimation notfalls durch die Parlamente (Bundestag/Bundesrat) “gepeitscht” wird. Angst ist bei solchen Dingen ja ein wunderbarer Katalysator1.

Ich sehe √ľbrigens auch das Risiko, da√ü die Abwesenheit von B√ľrgern auf den Stra√üen zu Umsturzversuchen f√ľhren k√∂nnte. Wie wir wissen, gibt es im Staatsapparat schon jetzt tiefbraune Gesellen, die nur auf eine Krise warten und Todeslisten ihrer Gegner pflegen2.

// Oliver

  1. wenn auch ein schlechter Berater []
  2. ach ja, und die Leichens√§cke f√ľr’s Campen bunkern, aber nur weil die halt billiger sind als Schlafs√§cke — muckelig! []
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Funktionsträger

Da haben hochbezahlte Funktionsträger mal richtig mitgedacht.

In Hessen gelten Erzieher/-innen und Lehrer/-innen nicht als Funktionsträger, welchen eine Betreuung ihrer Kinder trotz Schließung von Schulen und Kitas zusteht. Finde den Fehler.

Seit Freitag ist es amtlich. In Hessen bleiben Schulen und Kitas bis nach den Osterferien geschlossen wegen SARS-CoV2. An sich eine sinnvolle Maßnahme. Aber nicht ganz durchdacht, wie man anhand der Liste der Funktionsträger ersehen kann. Zitat aus dem Schreiben vom 2020-03-13:

Die Notbetreuung dient ausschließlich dazu, Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind. Hierzu gehören insbesondere folgende Berufsgruppen:

  • Besch√§ftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich und pflegerischen Bereich,
  • Besch√§ftigte im Bereich von Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr,
  • Besch√§ftigte im Vollzugsbereich einschlie√ülich Justizvollzug, Ma√üregelvollzug und vergleichbare Bereiche.

Jene also, deren Funktion es w√§re die Kinder der Funktionstr√§ger zu betreuen, stehen ohne Betreuung da, da sie nicht als Funktionstr√§ger definiert sind. Das ergibt nat√ľrlich total viel Sinn1! Ich vermute die entsprechenden Lehrer/-innen und Erzieher/-innen mit eigenen Kindern werden die Betreuung der Funktionstr√§gerkinder durch “mobiles Arbeiten” abdecken …

Update: Laut diesem Schreiben vom 2020-03-15 scheint man den Fehler erkannt zu haben, zumindest teilweise:

Eine weitere Ausnahme wird f√ľr Lehrkr√§fte er√∂ffnet, deren Einsatz als Aufsicht in der Notbetreuung zwingend erforderlich ist und die keine private Betreuung f√ľr ihre eigenen Kinder organisieren k√∂nnen. Sie d√ľrfen ihre eigenen Kinder in die Notbetreuung mitbringen.

// Oliver

PS: Siehe auch hier.

  1. Andere Bundesländer, bspw. Schleswig-Holstein, waren da deutlich weitsichtiger. []
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Isl√§ndische Windverh√§ltnisse und Panikmodus …

Derzeit herrschen in Deutschland isländische Windverhältnisse, dank Orkan Sabine.

W√§hrend der Isl√§nder horizontalen Regen gew√∂hnt ist und √ľber Touristen mit Regenschirm nur schmunzelt, scheint in Deutschland auf Panikmodus geschaltet zu werden. In Frankfurt am Main bleiben mehrere Schulen geschlossen.

Bin gespannt wie sich die Fahrt durch den Stadtwald zur Arbeit am Montagmorgen gestaltet. √úblicherweise dauert es etwas l√§nger bis √Ąste von den Radwegen ger√§umt werden. Auch hier merkt man sehr sch√∂n die “Gleichberechtigung” der Radfahrer von der Herr Scheuer irgendwann im letzten Jahr faselte.

// Oliver

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Die Lösung

Dieses Gedicht von Bertolt Brecht lief mir letztens √ľber den Weg:

Die Lösung

Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zur√ľckerobern k√∂nne. W√§re es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?

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Assange helfen!

Hier geht’s lang. Kein weiterer Kommentar n√∂tig.

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Stillstand

Die Entscheidung zum Thema Organspende bedeutet vor allem eines: Stillstand.

Gut gemacht, liebe Volksvertreter.

// Oliver

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Broken Netflix documentary …

The Broken documentary’s third episode titled “Deadly Dressers” is ridiculously broken itself. It lashes out at IKEA1 but completely misses the point that all of these IKEA dressers come with wall anchor kits. And if they don’t you can get one for free after purchasing the furniture.

So what the fuck?

Don’t get me wrong. These deaths are tragic and as a father I can not imagine being placed in a similar situation. But is the negligence with IKEA or those not using the wall anchor kit that came with the furniture? …

I also highly doubt that the heavy weight products from solid wood will weigh any lighter on the chest of an infant. Because infants will attempt climbing up furniture and at the right leverage the heavier furniture will also tip and kill …

// Oliver

  1. and there are probably lots of other more valid reasons to do that, such as the lack of sustainability []
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Re: Schadensmaximierung bei E-Plus/ALDI TALK durch automatische Guthabenaufladung

Aktualisierung bzgl. Schadensmaximierung bei E-Plus/ALDI TALK durch automatische Guthabenaufladung

Am Samstag erreichte mich ein Anschreiben einer Abteilung “Recht + Inkasso” aus N√ľrnberg mit einer M√ľnchner Telefonnummer auf dem Briefkopf als “letzte Mahnung”. Also rief ich heute an. Die Information, welche niemand, aber auch niemand von dem Saftladen bisher erw√§hnt hatte, n√§mlich da√ü ich per Guthabenbon aufladen lassen und mir den Restbetrag danach auszahlen lassen k√∂nne, wurde mir diesmal gegeben. Das h√§tte wohl ein halbwegs kompetenter Kundenservice auch leisten k√∂nnen, aber der Saftladen leistet sich ja leider nur einen Kunden-“Service”.

Dazu darf man nat√ľrlich wiederum √ľber allerlei institutionelle und b√ľrokratische H√ľrden springen. Denn – und das stellt nat√ľrlich explizit infrage ob ich vor dem Brief vom Samstag √ľberhaupt in der Lage gewesen w√§re diese H√ľrden zu nehmen – ich darf jetzt einen Guthabenbon (5 ‚ā¨) kaufen und diesen aber nicht selbst zum Aufladen des Kontos benutzen, sondern mu√ü mich an die Abteilung “Recht + Inkasso” wenden damit diese den Guthabenbon einl√∂sen und mir hernach ein Formular zur Auszahlung des Restbetrags zuschicken. Deutlich bescheuerter k√∂nnte ich es mir nicht ausdenken, wenn es die Aufgabe w√§re die bescheuertste Methode finden um Kunden zu g√§ngeln die jegliche weitere Gesch√§ftsbeziehung mit dem Saftladen ablehnen.

Nun ja, etwas gutes hat dieses Gesch√§ftsgebaren. Ich werde mich mit Beschwerden sowohl an die Bundesnetzagentur als auch an die Verbraucherzentrale und eventuell an die Bundesnetzagentur wenden um diesem Gesch√§ftsgebaren die n√∂tige √Ėffentlichkeit zukommen zu lassen. Gegen Oligopolisten wie Telefonica/Aldi Talk/MedionMobile/E-Plus ist man als Kunde ja offenbar immer im Hintertreffen …

Die Dame am Telefon war dann auch etwas pikiert1 ob der Tatsache, da√ü ich mich aufgrund der Weigerungshaltung seitens ihres Saftladens erdreistet hatte mit Einschreiben und R√ľckschein die 1,99 ‚ā¨ in bar an ihren Saftladen zu schicken2. Das h√§tte sie ja noch nie geh√∂rt. Ich habe sie dann erstmal aufgekl√§rt, da√ü ich es auch noch nie geh√∂rt habe, da√ü sich eine Firma weigert eine Zahlung per Bankverbindung anzunehmen, wenn doch eine Lastschrift per SEPA-Mandat durchaus m√∂glich ist und aus meiner Sicht das SEPA-Mandat zu dem Zeitpunkt noch bestand, eine Abbuchung also m√∂glich gewesen w√§re. Und auch, da√ü ich es noch nie geh√∂rt h√§tte, da√ü der Kundendienst mit der Information nicht herausr√ľcken kann, da√ü eine R√ľckzahlung des zuviel gezahlten Betrags m√∂glich ist und wie. Denn da√ü ich eine Weiterf√ľhrung jeglicher Gesch√§ftsbeziehung mit dem Saftladen ablehne, hatte ich zuvor klipp und klar geschrieben.

// Oliver

  1. um nicht zu sagen “giftig” []
  2. Ist nat√ľrlich eine durchaus dumme Lage wenn man einerseits mit Inkassob√ľro droht und andererseits die Annahme einer Zahlung verweigert und die eigenen Mitarbeiter nicht in der Lage sind die im Betreff angegebene Rufnummer zuzuordnen. Das k√∂nnte vor Gericht nat√ľrlich zu kleineren Argumentationsschwierigkeiten f√ľhren. []
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