… wenn Du das liest, dann wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, daß Politiker, die sich einen Dreck um Dich scheren, die Teilprivatisierung der Deutsche Bahn AG beschlossen haben, Du daraufhin Deinen Arbeitsplatz verloren hast und vielleicht als Entschädigung für die neu gewonnene Freizeit ein paar Anteile an Deiner ehemaligen Firma bekommen hast.
Herzlichen Glückwunsch dazu!
Ich persönlich finde es nämlich völlig normal, daß sogenannte Kleinanleger sich mithilfe der Großen gegenseitig ausbeuten, indem sie in Aktien machen und aufgrund eigener Forderungen nach besserer Dividende anderen Kleinanlegern die Hölle auf Erde bereiten, während sich die armen Manager nochmal eine Gehaltserhöhung genehmigen und ein paar ihrer Kleinanleger entlassen um die Dividende für sich und die anderen Anleger zu erhöhen und sich in wetterberichtsähnlichen Börsensendungen bewundern zu lassen. Der Kleinanleger mit neugewonnener Freizeit wird dann in den Nachrichten als Verbraucher auch mit ein paar Zeilen zu seiner eigenen Stimmung bedacht, die dann - wetterberichtsähnlich - entweder heiter oder wolkig sein kann und sich im monetären Aufwand für die schönen Gaben unserer Konsumgesellschaft messen läßt.
Die Damen und Herren Kapitalisten sind in diesem Jahr zum dritten Mal aufgefordert, zum “Tag des geistigen Eigentums” in feierliche Stimmung zu geraten und ihrer immateriellen Eigentümer zu gedenken und diese mit Wort und Tat zu verteidigen. Daß es dabei ganz sicher nicht um Moral und Anstand, sondern vielmehr um knallharte wirtschaftliche Interessen geht, dürfte wohl inzwischen jedem klar sein. Ohnehin nagen gerade die Künstler der großen Labels sicher nicht am Hungertuch, auch wenn das kundenfeindliche Verhalten und die inzwischen von den Lobbyisten durchgedrückten Gesetzesänderungen (bspw. UrhG) sicher zu einem Rückgang der legalen Verkäufe geführt hat.
Aber Sekunde mal, daß haben die Damen und Herren Kapitalisten doch wohl selber zu verantworten, oder? Dank des offen ausgebrochenen Kampfes besagter Kapitalisten gegen ihre zahlenden Kunden, kann man wohl inzwischen nicht mal mehr nur von (ethischem) “Materialismus“, sondern auch vom “Immaterialismus” reden. Schließlich haben sich die Kapitalisten hier verschworen, ihre Rechte im Kampf gegen den Fortschritt der Menschheit und ihre eigenen Kunden durch teilweise Monopolrechte (seien es Patente oder Monopolrechte anderer Art) zu verteidigen. Daß es dabei allein um Geld geht, kann man sehr einfach nachweisen und das Beste ist, daß ich sogar ein persönliches Beispiel zum Thema beizusteuern habe.
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… nicht die “bösen” Leute, die sich Musik herunterladen, sondern ihr selbst seid eure größten Feinde.
Wie komme ich auf diese “abwegige” Idee? Nunja. Bis vor einigen Jahren habe ich Musik-CDs gekauft, weil ich daran glaubte, daß es gerecht sei die Musiker zu entlohnen, deren Musik ich höre - prinzipiell denke ich übrigens noch immer so. Und nun kommt’s: ich habe sogar Musik auf CD gekauft, die ich zuvor bereits von Freunden als MP3, sozusagen als Hörprobe, bekommen hatte. Hätte ich das euren bescheuerten Theorien zufolge nötig gehabt? Wohl nicht, schließlich hatte ich doch die “billige” Kopie bereits auf meiner Platte. Aber wie kam es dazu, daß ich irgendwann aufhörte Musik auf CDs zu kaufen?
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… wäre mal was neues und definitiv realistischer als die seit Jahrhunderten daherschwafelnden Professoren der Theologie. Zumal sich eine solche Professur auch gleich zuallererst wissenschaftlich mit der immernoch existierenden “Wissenschaft” Theologie auseinandersetzen könnte.
Fiel mir nur so ein zum Thema,
// Oliver
Wunderbares und “total lustiges” Video. Weder die Akteure noch die Regisseure haben sich mit Ruhm bekleckert. Interessante Statistiken sind auch dabei. Und gerade die interessieren mich ja am meisten, da sie soviel Aussagekraft zum für die Musikindustrie (MI) entstandenen Schaden haben. “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast” ist ein Zitat, welches mindestens drei verschiedenen Politikern (sic!) zugesprochen wird - und zwar sind dies Goebbels, Churchill und Chruschtschow.
Zu den Zahlen der MI fällt mir aber eigentlich nur eines ein: Freibier. Jeder normale Mensch weiß, und kann sicher denken, daß wenn eine Dorfkneipe Freibier anbietet, sich die Besucherzahlen der Kneipe nicht erhöhen werden. Daher kann man davon ausgehen, daß jeder der sich beim Wirt ein Freibier abholt auch ansonsten Stammgast der Kneipe ist. Durch Deduktion können wir daraus schließen, daß der MI durch Filesharing in den sog. Tauschbörsen viele Einnahmen entgehen, die sie ohne Tauschbörsen auch nicht hätten.
Nee, Moment mal. Irgendwo ist da jetzt ein Knacks in der Lokgik. Egal, ich poste den Artikel erstmal.
// Oliver 
Laut GMX haben “Sektenexperten” - gemeint der Sektenbeauftragte der evangelischen Kirche in Brandenburg, Thomas Gandow, und der (selbsternannte) Historiker Guido Knopp - Tom Cruise mit Joseph Goebbels, seines Zeichens Propagandaminister der Nazis in den tausend Jahren zwischen 1933 bis 1945 (bekanntestes Zitat: “Wollt ihr den totalen Krieg?”), verglichen.
Von dem Sektenbeauftragten einer Sekte (denn nichts anderes ist die “evangelische Kirche”) kann man kaum mehr erwarten als die Konkurrenz zu diffamieren und zu dämonisieren, bei Herrn Knopp stellt sich die Frage der Legitimation aber schon eher. Man mag über Scientology denken was man will - sympathisch sind sie mir allemal nicht - aber die Frage ist einfach wo man Grenzen setzen muß. Die Innenminister von Bund und Ländern sind sich da jedenfalls bereits einig, so GMX.
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… und ein paar Erwiderungen.
41. Im großen Credo der Kirche schließt der Mittelteil, der das Geheimnis Christi von der ewigen Geburt aus dem Vater und von der zeitlichen Geburt aus Maria der Jungfrau über Kreuz und Auferstehung bis zu seiner Wiederkunft behandelt, mit den Worten: “Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten.” Der Ausblick auf das Gericht hat die Christenheit von frühesten Zeiten an als Maßstab des gegenwärtigen Lebens, als Forderung an ihr Gewissen und zugleich als Hoffnung auf Gottes Gerechtigkeit bis in das alltägliche Leben hinein bestimmt.
Die Aussicht auf “das Gericht” ist ein Machtinstrument ziemlich weltlicher Machtmenschen der kirchlichen Hierarchie(en)! Nichts ist besser als Angst, um Menschen zu kontrollieren. Ob das die Angst vor Terror oder vor dem letzten Gericht ist.
Continue reading ‘Die Enzyklika “Spe salvi” …’
Leicht bearbeitete Version dieses Artikels.
Killerspielzocker fordern ein Verbot von sogenannten “Psychotherapeuten”. […] Nur so könne der “Grundkonsens einer humanen Gesellschaft erhalten” bleiben.
“Psychotherapeuten sind wie ein Horrortrip für die Seele”, sagte GwG-Mitglied Nelke Westbomk-Angler. “Der Dummfug, den Psychotherapeuten von sich geben, hat in den vergangenen Jahren ein derart erschreckendes Ausmaß erreicht, daß die politisch Verantwortlichen umgehend handeln müssen, bevor eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen vom Strudel der Psychotherapie mitgezogen wird.” Immer mehr und immer jüngere Kinder verlören ihr natürliches Mitgefühl, wenn sie stundenlang von Psychotherapeuten “betreut” würden. Einschlafen während der “Sitzung” ist dann der einzige funktionierende Schutzmechanismus dieser Kinder.
Übrigens bin ich davon überzeugt, daß rohe Tomaten für Gewaltverbrechen verantwortlich sind. Die meisten Gewaltverbrecher - das läßt sich nachweisen - haben in ihrem Leben schon einmal Tomaten gegessen, Kaffee getrunken, Zeitung gelesen, Radio gehört, Fernsehen geguckt, in die Windeln geschissen … laßt uns doch am besten alles zusammen verbieten. Dann gehen wir auf Nummer sicher!?!
// Oliver
Ohne sonderliches Befremden, dafür aber mit um so mehr Interesse habe ich den Artikel bei TELEPOLIS über die Nutzung von StaSi-Unterlagen bei Ermittlungen gegen “Terrorverdächtige” gelesen.
Da wird man wohl demnächst im Fernsehen den Herrn Bundespräsidenten bei der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes an ehemalige StaSi-Offiziere sehen können, schließlich muß die heutige Elite den Datensammlern von damals doch unheimlich dankbar sein.
Willkommen in der DDR 2.0, dem Steuerzahler- und Terroristenstaat - noch bessere Überwachungsmaßnahmen, diesmal mit subtileren Einschränkungen der Meinungsfreiheit (wär doch zu schade wenn jemand aufhören würde seine Meinung zu sagen, weil er offen weiß, daß er dann verfolgt oder verhaftet würde), bessere Werbung/PR (Parolen wie “Kampf gegen den Terror”, “Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt”), … und das Beste: jeder ist mal generell ein Terrorist und unter Verdacht, es sei denn er kann den Behörden gegenteiliges Nachweisen oder ist Regierungsmitglied.
Nach Nazideutschland in den 1000 Jahren zwischen 1933 und 1945, der DDR, dem Intermezzo einiger Nazis in hohen Ämtern in der BRD und der nun wiedervereinten DDR 2.0, ist das doch ein echter Fortschritt, oder? Gehe zurück auf Los.
// Oliver
Nun endlich auch mit Fingerabdruck. Wie, Sie finden, daß das übertrieben sei und sie würden sich so wie ein Verbrecher fühlen. Das ist natürlich Pech. War lange genug im Gespräch. Nun kommt Ihre gespielte Empörung etwas zu spät.
Der ePass schmeckt übrigens am besten heiß. Zubereitung in der Mikrowelle wir empfohlen. Aber ich übernehme natürlich keine Haftung für die Mikrowelle
// Oliver
… nein, nicht handgreiflich, auch wenn diese Idee einen gewissen Charme hat. Wenn Behörden abhören, müssen sie zwangsläufig filtern. Wenn sie also bspw. Reizworte ala “Bombe”, “Osama”, “Al Qaida” etc. als Indikator für die Aufzeichnung nehmen, könnte die Bevölkerung die Behörden ganz einfach - und legal - DDoSen: in jedes Gespräch solche Reizworte einschmuggeln
Einziges Problem: man muß die Reizworte herausfinden.
// Oliver
A few days ago our Führer proclaimed September the 11th “Patriot Day 2007″. Since this date (2001-09-11) was so redefining for many other Western countries in that politicians are removing one by one our civil liberties and rights, I think it is appropriate that all Western nations adopt this day as “Patriot Day” as well and pledge their allegiance to the Führer.
// Oliver
PS: If you find sarcasm in this entry, keep it for yourself 
Wer bietet wem ein Forum, und wem gehört das Internet?
Ein bißchen Zensur muß sein,
sonst kann Teutone nicht Teutone sein.
So gut wie wir uns heute zensieren,
darf sowas nicht passieren 
Schön schön, bei der Regierungskoalition ist also Halbzeit und DW-World fragt Passanten wie zufrieden sie mit den bisherigen Ergebnissen dieser Regierung sind. Et voila, natürlich war auch diese zum Thema “Merkel” dabei:
Die find ich gut - vor allem, weil sie eine Frau ist.
Kam natürlich von einer Frau. Daß so ein Argument nur dann zieht, wenn man es als etwas Besonderes ansieht, daß eine Frau Bundeskanzler(in) ist, sollte klar sein. Der Rest der Kommentare war gemischt, aber keiner erwähnte auch nur ansatzweise Schäuble und seinen Kampf gegen die Verfassung in ihrer aktuellen Fassung. Vielleicht war ja auch das gemeint mit der Neupublikation von “Mein Kampf”?
// Oliver
Am Wochenende ist Innenminister Schäuble zurückgerudert und meinte, daß er der letzte sei der gezielte Tötungen von Verdächtigen wolle. Um es also nochmal zusammenzufassen, fasse ich es mal in andere Worte:
Ich fordere die Wiedereinführung der Todesstrafe, allerdings muß die auch auf Verdacht hin gelten dürfen und ohne lästige Gerichtsbeschlüsse möglich sein. Wenn nötig müssen wir eben das Grundgesetz ändern um diese Wiedereinführung verfassungsgemäß zu gestalten. […] Ich bin der letzte, der die Todesstrafe wöllte, aber drüber diskutieren muß man doch können!
Das wurde also nur mal so angeschnitten. Will ja keiner wirklich. Bei der Mauteinführung mußte man auch mal über die Weiterverwendung der Daten diskutieren können. Wollte ja aber keiner wirklich.
// Oliver (nebenberuflich “Hysteriker”)
Wie Heise berichtet hat der von uns allen verehrte “Fußfessel-Jörg” die Einstellung seines Bundes-Pendants in Sachen Sicherheitsdebatte verteidigt und das Wort “demokratisch” in seiner schönsten Form in dem Mund genommen:
Ausdrücklich nahm er Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Schutz, der die Diskussion mit Vorschlägen zu einer wirksameren Terrorabwehr ausgelöst hatte, und kritisierte, es sei undemokratisch, Schäuble als “Amokläufer” zu bezeichnen.
Auch schön:
Diesen Begriff hatte der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, benutzt, während der SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck warnte: “Wir dürfen die Freiheit nicht zu Tode schützen.” Dem hielt Schönbohm entgegen: “Ich möchte, dass wir unsere Bürger vor dem Tode schützen.” Die Bedrohungslage habe sich gegenüber früheren Zeiten grundlegend verändert. Angesichts dessen müsse man darüber reden, “welche Möglichkeiten der Rechtsstaat bekommen muss, um auf einer grundgesetzlich einwandfreien Grundlage reagieren zu können”.
… was man bekanntlich am besten schafft indem man das Grundgesetz soweit demontiert, daß die neuen Möglichkeiten wieder grundgesetzkonform sind.
Achso, und:
Während alle klaglos die Kontrollen an Flughäfen hinnähmen und akzeptierten, werde beispielsweise im Falle des Datenaustauschs für Überprüfungszwecke der Vorwurf laut, dass hier alle unter einen Generalverdacht gestellt würden, bemerkte Schönbohm.
Wie jetzt? Muß ich das nächste Mal mit einem Demonstrationsplakat bei der Sicherheitskontrolle im Flughafen auftauchen, damit es nicht mehr klaglos erscheint? Nicht das es mich stören würde, daß ich meinen gebuchten Flug dann “zufällig” verpasse, weil man mich aufgrund des Aufzuckens als Terrorist oder anderweitig gefährliche Person erstmal erkennungsdienstlich und anderswie “behandeln” muß … wen würde das schon stören?
// Oliver
… as is the software.
Since a few minutes (Swedish time) the new day has begun and it will be a glorious day - it will be release day. Since everyone knows what it is about, I will not give any names here.
// Oliver
… geschüttelt, fiel mir nur so ein, als ein DienerBediensteter aus Heiligendamm in einer Reportage auf DW-World zum besten gab, daß er schon im vorigen Jahr die Hände berühmter Politiker geschüttelt hätte. Allerdings fiele mir das natürlich nie im Zusammenhang mit dem kommenden G8-Gipfel in Heiligendamm ein, da sich ja bereits wieder “Gäste” im Land befinden und damit ja wiederum §103 StGB griffe. Oder gilt der jetzt für mich garnicht, weil ich in Reykjavik bin? Einerlei, ich verzichte also aktuell auf derlei Einlassungen und ziehe mich auf bekannte Positionen zurück
// Oliver
PS: Ich fand übrigens Enzensbergers Einlassungen im Spiegel ganz nett - nur falls jemand nochmal nachlesen möchte.
… soeben habe ich aber im Heise-Forum einen neuen Begriff kennengelernt. “Erich Mielke auf Rädern” - wer mag damit wohl nur gemeint sein?
// Oliver
Die deutsche Einheit wäre nie zu Stande gekommen, wenn die Stasi-Leute die Demonstranten in Ost-Berlin, in Leipzig und in Dresden überall so eingeschüchtert und behindert hätten, wie das heute mit den Demonstranten vor Heiligendamm passiert.
Heiner Geißler (Quelle hier)
Da hat sich der Herr Geißler aber die GdP zum Feind gemacht. Solche politisch unkorrekten Vergleiche darf man doch nicht einfach gebrauchen! Das wäre ja so, wie wenn jemand Hitler und Bush (jr) vergleichen würde - einfach undenkbar, Meinungsfreiheit hin oder her.
// Oliver