Demokratie und Mitbestimmung nach “europäischer” Lesart

Weiterhin wird von “pro-russischen Separatisten” gesprochen, während es sich um ukrainische Staatsbürger handelt welche ursprünglich einfach mehr Recht und einen föderalen Staat haben wollten. Daß Hunter Biden, Sohn von Joe Biden – seines Zeichens Vizepräsident unter Barack Obama – eine Leitungsposition in einem ukrainischen Gasunternehmen zugeschustert bekam, kann nach den Berichten über Vater Bidens Besuch in der Ukraine und den Besuch des CIA-Chefs dort kaum noch verwundern und verkommt in deutschen Medien zur Randnotiz, insofern es überhaupt noch Erwähnung findet.

Viel dreisteres als folgendes Zitat, habe ich aber auch über die letzten Wochen und Monate nicht hören können:

Was heißt denn “die eine Seite fehlt”? Äh, äh, Sie können doch nicht im Ernst erwarten, daß politisch gewählte Vertreter äh mit äh Leuten … mit … mit Leuten … mit Leuten … mit Leuten anfangen zu verhandeln äh, nicht wahr, die mit Waffengewalt sich selber äh irgendwelche Positionen erworben haben.
Wolfgang Ischinger, OSZE-“Vermittler”

Die eloquente Aussage dieses sogenannten Vermittlers bezog sich nicht etwa auf die nicht gewählte Regierung in Kiew welche an die Macht kam mit Hilfe der zu Gouverneuren ernannten ukrainischen Oligarchen US-Söldnertruppen auf ukrainische Staatsbürger hetzt, sondern auf die zuvor schon genannten “pro-russischen Separatisten”. Pardon, inzwischen sind sie ja auch von der nicht gewählten, aber vom Westen unterstützten, Kiewer Regierung zu einer Terrororganisation geadelt worden.

Zum Glück hat der ehemalige schwedische Außenminister Carl Bildt schon klargestellt, daß das Wahlergebnis vom 25.5. quasi ohne Ansehen der Umstände anerkannt werden wird. Sonst könnte man doch noch auf die Idee kommen daß es nicht mit rechten korrekten Dingen abgeht in der Ukraine.

// Oliver

PS: auch die hochinvestigative Aufarbeitung des Massakers in Odessa seitens der deutschen ist bemerkenswert. Leider nicht bemerkenswert im Sinne von herausragend. Sie gleicht eher einem Trauerspiel. Vielleicht weil man eigene Fehler in der äußerst parteiischen “Berichterstattung” einräumen müßte, als Fakten noch nicht bekannt waren?

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