Die 500000-Emailbeschränkung bei GMX

Gestern hatte ich das Vergnügen, daß ich keine Emails mehr empfangen konnte. Senden konnte ich sie zwar noch über meinen eigenen SMTP-Server, aber das Abspeichern nach dem Versenden in der IMAP-Mailbox ging schon nicht mehr. Da ich aufgrund der ganzen Verschlimmbesserungen beim Webinterface von GMX nur noch Thunderbird mit SMTP und IMAP nutze, bekam ich die Fehlermeldung als OVERQUOTA vom IMAP-Server von GMX gemeldet. Da ich mir keiner Schuld bewußt war, meldete ich mich erst einmal an. Logischerweise hatte sich das Webinterface schon wieder grundlegend geändert, so daß ich die Ordnerübersicht erst suchen mußte (unter Email – Einstellungen – Ordnerübersicht). Dort sagte mir dann die Gesamtanzeige ganz unten: 500001 Emails und 4.66 GiB belegt.

Laut Adam Riese und Eva Klein bleiben also noch dicke über 10 GiB für weitere Emails.

Als ich dann in den Posteingang wechselte, erwartete mich folgende vielsagende Fehlermeldung:

hier nochmal als Text für Suchmaschinen und Sehbehinderte:

Ihr Postfach ist voll.

Sie können keine E-Mails senden oder empfangen, da Sie eine zu hohe Anzahl an E-Mails in Ihrem Postfach haben.

Bitte löschen Sie zuerst E-Mails in der Ordnerübersicht und leeren Sie dann den Papierkorb.

Laut Angaben von GMX habe ich als TopMail-Kunde 16.9 GiB Speicherplatz für meine Emails zur Verfügung. Die Anzahl der Emails spielt aber scheinbar auch eine Rolle und dem GMX-Support, von dem ich seit meinen beiden Anrufen am Mittwoch nichts mehr gehört habe, war sich noch nicht einmal dessen bewußt, daß es diese Fehlermeldung gibt. Die Dame mit der ich telefonierte meinte nach mehrmaligen Hinweisen auf die Fehlermeldung im GMX-Webportal, daß man bei GMX natürlich nichts zu den Fehlermeldungen von irgendwelchen Emailprogrammen sagen könne. Zu Fehlermeldungen im Webportal schon, aber nicht in irgendwelchen Emailprogrammen. Ich sprach wohl chinesisch. Ihr Kollege ein paar Stunden vorher schien erst einmal hilfreicher, aber wenn die Tatsache, daß mein Mailkonto keine Mails mehr empfangen kann und der GMX-Mailserver diese abweist nicht dazu reicht beim Support als zahlender Kunde in ein Fast-Track-Verfahren zu kommen, weiß ich auch nicht. Selbst wenn die Abweisungen nur soft waren (was aber nicht der Fall zu sein schien), würden sendende Mailserver nicht unbegrenzt lange eine Zustellung versuchen. Ich fragte also nach der Reaktionszeit und selbst auf ein “innerhalb von fünf Tagen” konnte oder wollte man sich nicht festlegen. Ich werde also wohl oder übel in ein paar Monaten vor dem selben Problem stehen, es sei denn GMX bewegt sich in der Sache.

Ich habe dann kurzerhand von einer der Mailinglisten die ich abonniere das Verzeichnis gelöscht und so ein knappes GiB freigemacht (erst nachdem ich auch den Papierkorb geleert hatte, natürlich). Dadurch war dann zumindest kurzfristig wieder der Emailempfang möglich.

Wie man bei GMX auf die Idee kommt die Durchschnittsgröße einer Email mit 35 KiB zu bemessen1 als angemessen zu betrachten, wenn die meisten Emails ohne Anhang im einstelligen KiB-Bereich liegen, wird wohl ein Rätsel bleiben? Einerlei, falls ich von GMX noch etwas höre, werde ich den Beitrag hier aktualisieren.

Derweil werde ich mich wohl darum kümmern meinen eigenen IMAP-Server aufzusetzen um derlei Probleme in Zukunft komplett zu vermeiden. Zumindest kenne ich dann denjenigen an den ich mich zur Fehlerbehebung wenden kann persönlich.

// Oliver

  1. also 16.6 GiB durch 500000 Emails []
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2 Responses to Die 500000-Emailbeschränkung bei GMX

  1. ben says:

    Ich verwende gmx nicht mehr, seit sie mir ein Inkasso-Unternehmen auf den Hals geschickt haben, nachdem ich bei ihrer “gmx schenkt Ihnen ein 1-Monat kostenloses Probe TopMail zum Geburtstag”-Nachricht das Kleingedruckte nicht gelesen habe…

  2. Einar Jón says:

    You clearly need to receive more cat videos as attachments to increase your average email size.

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