Archive for the 'Gedanken [DE]' Category

Unzufrieden mit der (Schein)Demokratie

Laut einer ARD-Umfrage sind 52% der Deutschen nicht mehr mit ihrer “demokratischen” Gesellschaft zufrieden. Rein rechnerisch kann man es nicht mehr allein den Ostdeutschen zuschieben, wie es noch vor einigen Monaten möglich war, als bereits eine Mehrheit der Ostdeutschen sich ein anderes Gesellschaftssystem als unsere “repräsentative Demokratie” wünschte. Zu dumm.

Aber vielleicht hat der Rest ja inzwischen begriffen, daß Demokratie etwas anderes ist. Bei den alten Griechen gab es zwar Sklaven und die hatten natürlich nix zu sagen - genau wie Frauen - aber da Sklaverei heutzutage abgeschafft und Frauenwahlrecht (etc.) eingeführt sind, lohnt sich der Vergleich durchaus. Auch die Zahl von Bürgern ist kein Argument, da zumindest inzwischen technisch eine weit repräsentativere Demokratie möglich wäre. Aber unsere Volksparteien haben ja sogar ein Problem damit Volksabstimmungen auf Bundesebene einzuführen …

// Oliver

Es ist die Welt in der wir leben

Das hier.

Die (ehemals) Net(te) Community

Peter Herzog, Betreiber von Spotlight.de, hat heute bekanntgegeben, daß er Spotlight als Projekt einstellt. Worte des Bedauerns, aber kein Wort darüber was mit den Benutzerdaten passieren soll. Aber was soll es denn auch - spätestens seit er als Forenbetreiber beschloß, daß es okay sei das Forum nachts in einen Wartungsmodus zu schalten, war das Ding für mich gestorben. Leute wie ich oder Nico waren meistens in den Nachtstunden unterwegs, so daß es durchaus einschneidend war. Irgendwann verabschiedeten wir uns dann mehr oder weniger nach mehreren Jahren von Spotlight (bei mir gab es selten auch mal Ausflüge zurück), weil es einfach langweilig geworden war. Ich schwankte damals dann zwischen verschiedenen Delphiforen, und landete schließlich in der Delphi-PRAXiS (DP), die ich aber heute nur noch gelegentlich besuche. Der Grund dafür ist einfach: erstens habe ich kaum noch mit Delphi zu tun (was allerdings dem Wissen in Sachen Win32 API keinen Abbruch tut) und zweitens verkamen mit dem Erscheinen von Google (und anderen Suchmaschinen) viele Delphianer zu Copy&Paste-”Programmierern” (da rollen sich mir die Fußnägel auf, sowas Programmierer zu nennen) und die Foren zu sowas wie “Hausaufgabenforen”. Die DP sticht aus den Delphiforen aber dadurch hervor, daß sie gerade diesen Trend nicht fördert, was der Qualität meines Erachtens nach zuträglich ist. Leider kommt es natürlich partiell weiterhin zu diesen Erscheinungen und die ansäßigen Forengurus sind auch nicht immer so qualifiziert wie sie sich geben … ;)

Aber wer auf der Suche nach einem Ersatzforum ist, dem kann ich die

… nur ans Herz legen!

// Oliver

Von der EU nix neues

… ach doch. “Brüssel” hat ein neues Rekord-Bußgeld gegen Microsoft verhängt. Damit belaufen sich die Kosten für MS auf knappe 1,7 Milliarden Euro. Achso, und dann sind da sicher noch neue Verordnungen, die ins Leben von Millionen Menschen eingreifen. Selbstverständlich nur zu deren Wohl. Von EU-Verdrossenheit kann deshalb jedenfalls keine Rede sein.

С днём Победы!

Alles Gute zum Tag des Sieges (С днём Победы). Man verzeihe mir die Offenheit - vielleicht ist es der (gute) Einfluß meiner russischsprachigen Freunde, oder eine gewisse Sentimentalität: wie in jedem Jahr wird am heutigen Tage, dem neunten Mai, in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und anderen ehemaligen Ostblockstaaten (so bspw. auf dem Balkan) der Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus begangen.

Da ich meine, daß dies auch für alle (geistig normalen) Deutschen ein Tag zum Feiern ist, gedenke auch ich an diesem Tag der Opfer auf allen Seiten dieses Krieges, auf daß die Untaten nicht in Vergessenheit geraten mögen und so einer friedlicheren Zukunft dienen.

Insbesondere gedenke ich aber dem Sieg über das größte Arschloch aller Zeiten (wenn ich nicht irre von den Nazis als Grö-Arsch-a-Z oder so ähnlich abgekürzt). Das werde ich natürlich am Abend auch mit einem Коньяк (Таврия, um genau zu sein) begiessen, den ich von einem meiner besten Freunde (Слава, это ты!) als Geschenk erhalten habe ;)

// Oliver

“Einfach nur töten und das soll es gewesen sein?”

“Geh und sieh” (“Иди и смотри”) ist ein sowjetischer Antikriegsfilm von 1985, der unter der Regie von Elem Germanowitsch Klimow (Элем Германович Климов) entstand. Der Film spielt in Weißrußland im Jahr 1943 und kommt in weißrussischer, russischer und deutscher Sprache daher und war in meinem Fall englisch untertitelt. Die Untertitelung war besonders hilfreich, da ich des Weißrussischen nicht mächtig bin, aber dank Russisch-, Polnisch- und Ukrainischkenntnissen dennoch ein bißchen verstehen kann. Noch besser war, daß die Untertitelung in keiner der im Film benutzten Sprachen war - deutsche Texte wurden übrigens meist nicht untertitelt.

Ich habe bisher nur einen ähnlichen Film (komplett russisch und in Schwarzweiß) gesehen, an dessen Titel ich mich leider nicht mehr erinnere. Alle anderen Filme, die ich bisher gesehen habe - seien sie nun “einfach” gegen die Nazi-Ideologie oder direkt gegen jedweden Krieg gewandt - kommen an diesen Film und seine Botschaft nicht annähernd heran.
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“Bankrott durch Scheidung”

Das ZDF behandelt in der Sendung 37 Grad: Bankrott durch Scheidung vom 2008-05-06 ein interessantes Thema. Es geht darum, was nach einer Scheidung passiert und dabei wird auch etwas behandelt, daß ich immer als Ungerechtigkeit empfand: die geschiedene Frau bekommt Geld vom ehemaligen Ehemann - und nicht wenig. Nun ist es so, daß ich in der DDR aufgewachsen bin, wo es das Normalste von der Welt war, wenn eine Frau zusätzlich zur Familie auch noch einen Beruf hatte. Vielleicht bin ich dadurch sozusagen etwas “verzogen”.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Unterhalt für die Kinder sollte immer fällig sein, keine Frage. Sogar soetwas wie einen zeitweiligen Unterhalt für eine zuvor nicht berufstätige Frau fände ich nicht per-se ungerecht. Was ich aber ungerecht finde ist, daß die Frau auf Kosten eines Menschen von dem sie sich getrennt hat, leben darf. Vom Staat wird das im Prinzip auch noch unterstützt. Bitter - besonders für den Mann.

// Oliver

PS: Ich kenne übrigens schon einige Frauen, die interessanterweise der gleichen Meinung sind, obwohl sie ja unter diesen Umständen profitieren würden.

Das ist jetzt aber übertrieben …

Der Deutsche Journalisten-Verband hat sich in einer Pressemitteilung über die abnehmende Pressefreiheit beschwert. Ist das nicht übertrieben so plötzlich den Abbau von Grundrechten wie der Pressefreiheit zu beklagen, wo dieser Abbau doch bereits seit Jahren aktiv betrieben wird ohne daß dies in den Mainstream-Medien besonders oder besonders häufig thematisiert worden wäre.

Nun kann man das dem Oligopol von Medien in Deutschland zuschreiben, bei dem schon aus “wirtschaftlichen” Erwägungen heraus manche Dinge nur in manchen Medien thematisiert oder gar unter den Teppich gekehrt werden. Man kann es allerdings auch der Tatsache zuschreiben, daß bereits seit Jahren der Abbau der Grundrechte betrieben wird und es sich somit eher darum handelt, daß einige der Journalisten jetzt aus ihrem “Dornröschenschlaf” erwachen. Was - wie immer - übersehen wird ist, daß die Grundrechte miteinander einhergehen. “Aufheulen” hört man aber Journalisten oder eben Geistliche und so weiter nur, wenn die Grundrechte der jeweiligen Gruppe bedroht sind. Mal sehen wann die Einsicht kommt, daß sich jemand beim Grundgesetz etwas gedacht hat und der Inhalt weder nach Belieben geändert werden sollte noch gestückelt “verkauft” werden kann.

// Oliver

Warum die Betonung auf “Inzest”

Zwangsläufig - mangels deutscher Fernsehsender - informiere ich mich auch in “ausländischen” Medien. Der Fall der eingesperrten Mutter von sieben Kindern aus Österreich macht soeben ja die Runde durch die Medien weltweit und dabei gibt es eine interessante Kleinigkeit die einen großen Unterschied macht.

Um es vorwegzuschicken: schlimm ist diese Geschichte in jedem Fall. Die Betonung liegt aber in diesem Fall auf dem “Was genau?”!

In den deutschen Medien liegt die Betonung ganz offenbar auf der inzestuösen Natur der Geschichte, während dies in den Medien außerhalb des deutschsprachigen Raums keine so große Rolle zu spielen scheint. Wie kommt das?
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“Tag des geistigen Eigentums”

Die Damen und Herren Kapitalisten sind in diesem Jahr zum dritten Mal aufgefordert, zum “Tag des geistigen Eigentums” in feierliche Stimmung zu geraten und ihrer immateriellen Eigentümer zu gedenken und diese mit Wort und Tat zu verteidigen. Daß es dabei ganz sicher nicht um Moral und Anstand, sondern vielmehr um knallharte wirtschaftliche Interessen geht, dürfte wohl inzwischen jedem klar sein. Ohnehin nagen gerade die Künstler der großen Labels sicher nicht am Hungertuch, auch wenn das kundenfeindliche Verhalten und die inzwischen von den Lobbyisten durchgedrückten Gesetzesänderungen (bspw. UrhG) sicher zu einem Rückgang der legalen Verkäufe geführt hat.

Aber Sekunde mal, daß haben die Damen und Herren Kapitalisten doch wohl selber zu verantworten, oder? Dank des offen ausgebrochenen Kampfes besagter Kapitalisten gegen ihre zahlenden Kunden, kann man wohl inzwischen nicht mal mehr nur von (ethischem) “Materialismus“, sondern auch vom “Immaterialismus” reden. Schließlich haben sich die Kapitalisten hier verschworen, ihre Rechte im Kampf gegen den Fortschritt der Menschheit und ihre eigenen Kunden durch teilweise Monopolrechte (seien es Patente oder Monopolrechte anderer Art) zu verteidigen. Daß es dabei allein um Geld geht, kann man sehr einfach nachweisen und das Beste ist, daß ich sogar ein persönliches Beispiel zum Thema beizusteuern habe.
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Immer gut für einen Lacher: die große Koalition in Berlin

Wie Heise meldet, will sich die große Koalition bei der Bundesregierung dafür einsetzen “das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit weltweit durchzusetzen und der Internet-Zensur entgegentreten“.

Wie wäre es denn dann im eigenen Land anzufangen? Ach ja, ich vergaß, im Grundgesetz steht ja: “Zensur findet nicht statt.

Daß das jedoch gerade heute nur noch Worthülsen sind, sollte wohl jedem Webseiten-, Blog- oder Forenbetreiber schmerzlich bewußt sein. Denn Zensur findet schon statt. Sie findet in einem Ausmaß statt, welches in den Auswirkungen durchaus nicht den Vergleich mit eingesperrten Bloggern in Marokko oder China scheuen muß. Wie das? Nunja, eine Gefängnisstrafe, zumal ungerechtfertigt, zerstört ein Leben - eine Abmahnung in Deutschland kann einen Menschen auch ruinieren. Aus diesem Grund halten sich viele Menschen durch Selbstzensur mit ihrer Meinung zurück (“Meinungsfreiheit”). Der letzte Rest wird dann von Paragraphenreitern im Auftrag abgemahnt.

// Oliver

“Diffamierung unseres Rechtsstaates als Überwachungsstaat”

Na, Herr Schäuble? Da haben Sie aber mal wieder ganz schön auf die Kacke gehauen mit Ihrem Vergleich? DDR-Vergleiche kommen ja zum Glück auch gleich nach Nazi-/Hitlervergleichen ;)

Heise schrieb - und zitiert Sie - wie folgt:

Schäuble wies Kritik zurück, wonach mit immer neuen Sicherheitsgesetzen ein Überwachungsstaat geschaffen wird. “Ich rate jedem, mich nicht als permanenten Verfassungsbrecher zu verleumden.” Er habe nichts gegen einen gehörigen politischen Wettstreit. “Aber bei der Diffamierung unseres Rechtsstaates als Überwachungsstaat hört es auf. Es ist schändlich, dass gerade die Linkspartei alias PDS/SED damit agitiert”, sagte Schäuble.
Quelle: hier.

Hätte ich garnicht gedacht, daß Ihnen solche Anschuldigungen noch nahegehen würden! Immerhin betreiben Sie und Ihresgleichen ja gekonnt und konsequent die Demontage des Grundgesetzes - und das schon seit Jahren! Da sollte sich doch nun inzwischen eine gewisse Dickhäutigkeit bei Ihnen eingestellt haben, oder? Also nichts für ungut, Herr Schäuble, aber die Geschichte wird Ihnen schon den richtigen Stellenwert bei der Abschaffung der ohnehin nicht allzu freien Freiheitsrechte zuweisen, da bin ich sicher …

Auch weiterhin fröhliches Demokratisieren wünscht Ihnen,

// Oliver

Nachtrag: gerade gesehen, daß Mathias sich auch zum Zitat von Schäuble zu Wort gemeldet hat.

Klare Worte …

In einem Schreiben vom Finanzamt wird kein Blatt vor den Mund genommen, das ist schon klar. Aber die Tatsache daß ich nicht nur Bürger, sondern durch Bürokraten verzögert, erst jetzt an den steuerpflichtigen Besitz gelangt bin, hätte man vielleicht noch “mildernd” berücksichtigen können, anstatt mich direkt im Schreiben:

Steuerschuldner: Oliver Schneider

zu deklarieren. Oder? Aber andererseits sieht man dann ja auch gleich, wo der eigene Platz als Staatsbürger ist: “Bürger?! Sitz, Bürger! Zahl Steuern, Bürger. Halt die Schnauze, Bürger! Wähl uns, Bürger …”

// Oliver

Dümmliche Ausreden

Der Reispreis verdoppelt sich, Menschen verhungern und die einzige Ausrede in westlichen Medien ist, daß die Weltbevölkerung steige, Anbauflächen schrumpfen und Umweltkatastrophen den Preis ansteigen lassen.

Kuhkacke! Das Problem sind vielmehr Spekulanten und die Tatsache, daß in westlichen Ländern Nahrung verbrannt oder raffiniert wird. Abgesehen davon werden natürlich Nahrungsmittel vernichtet um die Preise “stabil zu halten”.

Wie skrupellos muß man eigentlich sein um so einen Scheiß zu erzählen wie unsere Medienvertreter?! :evil:

// Oliver

Existenzangst angebracht?

Überraschenderweise scheint man sich in Deutschland tatsächlich mit Island auseinanderzusetzen. Bei TELEPOLIS gibt es einen Artikel, der den Fall (durchaus zweideutig gemeint) der isländischen Krone beleuchtet.

// Oliver

Respekt und Toleranz

Wegen des Filmes “Fitna”, den ich mir natürlich auch angeguckt habe, wurde wiedereinmal davon gesprochen Respekt vor anderen Religionen zu haben. Abgesehen davon, daß das wiedermal die Atheisten ausblendet (ja, sogar auf der Weltkarte gibt es keine Atheisten, sondern eben nur religiöse Staaten) und impliziert, daß man selber ja eine Religion haben müsse, vergißt diese Aussage ein paar Kleinigkeiten. Respekt und Toleranz sind zwei recht verschiedene Dinge. Vielleicht ist das in anderen Sprachen nicht so, aber ob ich jemanden toleriere oder respektiere ist doch wohl ein Unterschied. Zu religiöser Toleranz habe ich auch wenig Kritik anzubringen, solange die tolerierte Religion nicht gegen meine Moralgrundsätze verstößt. Bei Respekt wird es dann schon schwieriger. Wie soll ich beispielsweise einen Christen1 respektieren, der sich seine Vorstellung von Christentum selber zusammenklambüsert hat oder sie von den Eltern eingetrichtert bekam? Ich kann meinen Eltern nur dankbar sein, daß sie mich nicht zwangen irgendeine Religion anzunehmen. Trotzdem hatte ich natürlich die Möglichkeit mich anhand der “heiligen Bücher” (Bibel, Koran, Talmud, Edda) zu bilden.
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  1. … obwohl ich auch mit den anderen Weltreligionen persönlich zu tun hatte, sind Christen nunmal das häufigste und naheliegendste Beispiel. []

Die Untertitel der Anderen

Man kann eigentlich nur den Kopf schütteln und sich fragen wofür denn der Oskar im vorigen Jahr eingeheimst wurde, wenn man sich einmal den Film “Das Leben der Anderen” mit den englischen Untertiteln anguckt. Es gibt fast keine Zeile, die nur annähernd dem deutschen Text entspricht. Allerdings bedient die englische Übersetzung sicher hervorragend Klischees, wofür - so meinten wohl die Macher - im Ausland eine einfache Übersetzung des Textes nicht ausreicht.

Da wird beispielsweise aus der Drohung an die Nachbarin des Überwachten, daß ihre Tochter das Medizinstudium vergessen könne wenn sie etwas ausplappere im Englischen:

Mrs. Meineke, if you tell anyone, you won’t see your family again for the rest of your life.

Zurückübersetzt ins Deutsche:

Frau Meineke, ein Wort zu irgendwem, und Sie werden Ihre Familie für den Rest Ihres Lebens nicht wiedersehen.

Der kursive Teil ist wortwörtlich aus dem deutschen Original entnommen (wenn auch nicht wortwörtlich die Bedeutung des englischen Textes). Irgendwie finde ich diese Form der Übersetzung nur lächerlich, weil sie den Inhalt des Filmes nicht unwesentlich verfälscht und ihn vor allem reißerischer darstellt als er ist. Dabei heißt doch der Regisseur angeblich von Donnersmarck und nicht von Münchhausen. Oder läßt sich da etwa irgendwo ein gemeinsamer Vorfahre finden?

Einfach lächerlich findet die Übersetzung jedenfalls,

// Oliver

Faszinierende Entwicklungen …

Heise hat heute über die Demos gegen Scientology berichtet. Als unbedarftem Bürger ist mir natürlich aufgefallen, daß es offenbar eine Ausnahmeregelung gab:

Aufgrund der Einschüchterungsvideos vom Vortag duldete die Polizei ausnahmsweise das Tragen von Masken mit der Auflage, dass diese auf polizeiliche Aufforderung hin jederzeit abzunehmen seien.

Das ist interessant und da stellt sich mir natürlich die Frage, ob das auch für Demonstranten von Antiüberwachungsdemos anwendbar wäre. Sollte es ja wohl, denn Einschüchterung wird ja in dieser Hinsicht auch und gerade vom “Staat” betrieben. Man kann auch einfach “von der politischen und wirtschaftlichen Elite” sagen ;)

// Oliver

Zitat des Tages

Je mehr die Bürger mit der Politik nicht einverstanden waren, um so mehr wollte der Staat allwissend sein.
(Petra Pau laut Heise, die derzeitige Lage mit der in der DDR vergleichend)

Dem habe ich nichts hinzuzufügen …

// Oliver

Gottgläubig != gottesfürchtig != gotteshörig

Mir ist aufgrund einiger Debatten zwischen “Christen” und “Atheisten” welche ich im Internet und außerhalb verfolgt habe, aufgefallen, daß es offenbar eine leichte Begriffsverwirrung unter den Gläubigen gibt. Nunja, ich bin Atheist, aber wenn sich ein Gott oder eine hübsche Göttin :wink: - welche/r auch immer - höchstpersönlich blicken ließe, könnte ich mich wahrscheinlich auch dazu herablassen an die erschienene Gottheit zu glauben. Wobei es in diesem Falle ja nicht mehr so sehr eine Glaubensfrage wäre wie es das jetzt bspw. im Hinblick auf den Gott der Christen ist. Allerdings könnte man sich jetzt fragen was genau einen Atheisten überzeugen würde, daß es sich bei einer erschienenen Gottheit um eine Gottheit und nicht um eine technisch überlegene “außerirdische” Spezies handelt - aber das geht jetzt zuweit.

Also, nehmen wir, wie schon erwähnt, an, daß eine Gottheit höchstpersönlich erschiene und ich mich im nüchternen Zustand befinde und in Anerkennung der Umstände einsehe, daß es sich wohl um eine Gottheit handeln muß: Dann bin ich also plötzlich ein Gläubiger (ohne daß jemand Schulden bei mir haben müßte) aber nicht zwangsläufig religiös oder eben gar gottesfürchtig.
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