Archive for April 29th, 2008

Sympathisch!

Hier auf Ísland gibt es eine interessante Regelung. Diese Regelung betrifft die Kirchensteuern; ja, auch die gibt es hier ;)

Das Schöne ist, daß man wählen kann. Als Steuerzahler habe ich zwar nicht die Wahl ob ich diese Steuer bezahle (Vgl. mit Deutschland, wo Arbeitslose meines Wissens nach auch Kirchensteuer zahlen müssen), aber sehr wohl an wen. Es ist nämlich nicht per-se eine Kirchensteuer. Ich kann entscheiden, daß die von mir gezahlte Steuer entweder der Kirche (eher nicht :wink: …) oder der Bildung zugutekommt. Der schöne Nebeneffekt: Bildung verringert den Einfluß der Kirche zusätzlich.

Unschön: man wird standardmäßig - ähnlich wie bei den Arbeitslosen in Deutschland - in die “Kirchensteuer-Kategorie” reingesteckt und muß beim Hagstofan (Borgatún, Reykjavík - gleich bei mir um die Ecke) die Änderung beantragen. Hagstofan ist die Melde- und Statistikbehörde Íslands.

// Oliver

PS: Wozu die Adresse angeben? Nunja, auf Ísland gibt es nicht so sonderlich viele Städte, schon garnicht größere - und mehr als zwei Drittel der Bevölkerung wohnen in der Hauptstadtumgebung (”Greater Capital Area”). Vielleicht hilft’s anderen Betroffenen … ;)

Warum die Betonung auf “Inzest”

Zwangsläufig - mangels deutscher Fernsehsender - informiere ich mich auch in “ausländischen” Medien. Der Fall der eingesperrten Mutter von sieben Kindern aus Österreich macht soeben ja die Runde durch die Medien weltweit und dabei gibt es eine interessante Kleinigkeit die einen großen Unterschied macht.

Um es vorwegzuschicken: schlimm ist diese Geschichte in jedem Fall. Die Betonung liegt aber in diesem Fall auf dem “Was genau?”!

In den deutschen Medien liegt die Betonung ganz offenbar auf der inzestuösen Natur der Geschichte, während dies in den Medien außerhalb des deutschsprachigen Raums keine so große Rolle zu spielen scheint. Wie kommt das?
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Lieber Bahnmitarbeiter …

… wenn Du das liest, dann wahrscheinlich aufgrund der Tatsache, daß Politiker, die sich einen Dreck um Dich scheren, die Teilprivatisierung der Deutsche Bahn AG beschlossen haben, Du daraufhin Deinen Arbeitsplatz verloren hast und vielleicht als Entschädigung für die neu gewonnene Freizeit ein paar Anteile an Deiner ehemaligen Firma bekommen hast.

Herzlichen Glückwunsch dazu!

Ich persönlich finde es nämlich völlig normal, daß sogenannte Kleinanleger sich mithilfe der Großen gegenseitig ausbeuten, indem sie in Aktien machen und aufgrund eigener Forderungen nach besserer Dividende anderen Kleinanlegern die Hölle auf Erde bereiten, während sich die armen Manager nochmal eine Gehaltserhöhung genehmigen und ein paar ihrer Kleinanleger entlassen um die Dividende für sich und die anderen Anleger zu erhöhen und sich in wetterberichtsähnlichen Börsensendungen bewundern zu lassen. Der Kleinanleger mit neugewonnener Freizeit wird dann in den Nachrichten als Verbraucher auch mit ein paar Zeilen zu seiner eigenen Stimmung bedacht, die dann - wetterberichtsähnlich - entweder heiter oder wolkig sein kann und sich im monetären Aufwand für die schönen Gaben unserer Konsumgesellschaft messen läßt.