Wegen des Filmes “Fitna”, den ich mir natürlich auch angeguckt habe, wurde wiedereinmal davon gesprochen Respekt vor anderen Religionen zu haben. Abgesehen davon, daß das wiedermal die Atheisten ausblendet (ja, sogar auf der Weltkarte gibt es keine Atheisten, sondern eben nur religiöse Staaten) und impliziert, daß man selber ja eine Religion haben müsse, vergißt diese Aussage ein paar Kleinigkeiten. Respekt und Toleranz sind zwei recht verschiedene Dinge. Vielleicht ist das in anderen Sprachen nicht so, aber ob ich jemanden toleriere oder respektiere ist doch wohl ein Unterschied. Zu religiöser Toleranz habe ich auch wenig Kritik anzubringen, solange die tolerierte Religion nicht gegen meine Moralgrundsätze verstößt. Bei Respekt wird es dann schon schwieriger. Wie soll ich beispielsweise einen Christen1 respektieren, der sich seine Vorstellung von Christentum selber zusammenklambüsert hat oder sie von den Eltern eingetrichtert bekam? Ich kann meinen Eltern nur dankbar sein, daß sie mich nicht zwangen irgendeine Religion anzunehmen. Trotzdem hatte ich natürlich die Möglichkeit mich anhand der “heiligen Bücher” (Bibel, Koran, Talmud, Edda) zu bilden.
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- … obwohl ich auch mit den anderen Weltreligionen persönlich zu tun hatte, sind Christen nunmal das häufigste und naheliegendste Beispiel. [↩]