Archive for April 20th, 2007

Hiermit fordere ich eine Neuauflage des Ermächtigungsgesetzes!

Es wird Zeit1. Der zweite Weltkrieg und der Holocaust sind so gut wie vergessen, laßt es uns nochmal probieren! Es sind wieder diese Isten die uns bedrohen; zwar sind es diesmal Terror- und nicht Kommunisten, aber immerhin. Auch hat es diesmal nicht den Reichstag getroffen, sondern das World Trade Center. Aber egal, seit dem 11. September sind wir alle Amerikaner, wie uns Herr Struck diktierte.

Das Ermächtigungsgesetz bräuchte nur einige kleine Korrekturen und könnte dann schon in zweiter Auflage noch vor der parlamentarischen Sommerpause 2007 verabschiedet werden. Zuerst wäre es natürlich angeraten “Reich” durch “Bund” zu ersetzen und bei einigen Worten halt noch ein paar Ausnahmen zu machen, beispielsweise “Reichsverfassung” lieber in “Grundgesetz” statt “Bundesverfassung” zu ändern. Alternativ könnte man das Grundgesetz auch gleich abschaffen, dann spart man sich eine Menge Ärger2. Die Nummern der Paragraphen könnten dann in parlamentarischer Tradition von einer Kommission angepaßt werden, sozusagen als letzter halbwegs sinnvoller Akt vor der Auflösung des Bundestages. Was nicht paßt wird halt passend gemacht - das gilt insbesondere für das Grundgesetz. Jedoch schlage ich im Einklang mit Genossen Schäuble eine wichtige Ergänzung des Gesetzes vor: “in dubio pro reo” ist Lateinisch weswegen es ohnehin kein Mensch versteht. Schon deshalb gehört das abgeschafft, in einem eigenen Artikel im Rahmen des Ermächtigungsgesetzes!
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  1. Wer Ironie oder Zynismus findet, darf sie behalten. []
  2. … vorzugsweise sollte dem eine Abschaffung des BVG und des BGH vorausgehen []

Demokratie beschädigt …

Wie wir Deutschen in dieser Woche lernten, wurde die Demokratie durch die Äußerungen des Herrn Oettinger über Herrn Filbinger beschädigt, woraufhin gleich wildeste Rücktrittsforderungen folgten. Nun ist es ja so, daß wir in einer sogenannten “repräsentativen Demokratie” leben und von unsern Volksvertretern, den Bundestagsabgeordneten, verratreten werden. Bekanntlich sind diese nicht weisungs- sondern nur überweisungsgebunden und folgen brav der HerdePartei anstatt dem Gewissen. Abgesehen davon, daß dank der sogenannten 5%-Hürde einige Bevölkerungsteile, deren Gesamtzahl wiederum durchaus bei einigen Prozent liegen dürfte, mal garnicht repräsentiert sind (ich zähle mich dazu), heißt Demokratie ja eigentlich “Herrschaft des Volkes” oder kürzer “Volksherrschaft”. Übergehen wir also mal ganz kulant die Tatsache, daß eine sogenannte repräsentative Demokratie antiquiert ist, weil die technischen Voraussetzungen für eine direkte Demokratie1 längst existieren, und daß sich “Herrschaft des Volkes” und “Repräsentation durch einige Wenige” ausschließen, dann bleibt da noch der Vorwurf der “Schädigung der Demokratie” seitens Oettingers Kritikern.
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  1. … aber selbst Volksabstimmungen treiben den sogenannten Volksparteien ja den Angstschweiß auf die kollektive Stirn, denn da wird ja nicht mehr repräsentiert sondern direkt gefragt. []